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K.O.mmt mir nicht ins Glas

Sensibilisierungskampagne zu K.O.-Tropfen soll Besuch der Nachgastronomie sicherer machen

23.05.2022

Land Steiermark und Stadt Graz stellten gemeinsam mit der WKO Steiermark und dem LOGO jugendmanagement eine Sensibilisierungskampagne zu K.O-Tropfen vor. Zielgruppe der Kampagne sind Jugendliche und junge Erwachsene wie auch Gastronomiebetriebe. Mit der Unterstützung der Wirtschaftskammer Steiermark läuft die Kampagne mit Plakaten und Bierdeckel demnächst in fast 500 steirischen Betrieben. Begleitet wird die Infokampagne über Social Media Kanäle, einer Landingpage (www.logo.at/no-ko) und mit einer Schulung für Jugendarbeiter*innen, die durch VIVID - Fachstelle für Suchtprävention durchgeführt werden.

VIVID-Geschäftsführerin Claudia Kahr, WKO-Fachgruppenobmann Klaus Josef Friedl, Jugendlandesrätin Juliane Bogner-Strauß, Jugendstadtrat Kurt Hohensinner und Johannes Heher (Logo Jugendmanagement)

Sicherheit geht uns alle an

Jugendlandesrätin Juliane Bogner-Strauß: „Gewalt hat keinen Platz in der Gesellschaft und schon gar nicht unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Was mich dazu veranlasst hat, diese wichtige Sensibilisierungskampagne zu starten, ist die Überzeugung, dass Aufklärung und Wissen schützt. Die Idee habe ich aus den Medien, die über eine ähnliche Kampagne in Frankreich berichteten. Ich möchte für unsere Jugendlichen einen sicheren Raum schaffen, indem man aufeinander achtet. Dazu braucht es diese Kampagne."

Jugendstadtrat Kurt Hohensinner: „Eine Stadt muss alles daran setzen, dass sich junge Menschen bestmöglich ausprobieren und entfalten können. Dazu gehört auch Freunde zu treffen, Spaß zu haben und zu feiern. Leider gibt es Menschen, die diese Freude schamlos missbrauchen und mit KO-Tropfen versuchen ihre Opfer wehrlos und gefügig zu machen. Wenn wir gemeinsam und entschlossen dieser Gefahr entgegen treten, dann schaffen wir es unsere Jugend davor zu schützen. Schauen wir aufeinander, denn Sicherheit geht uns alle an!"

Prävention und Kompetenz

Der Obmann der Fachgruppe Gastronomie, Klaus Josef Friedl, erklärt: „Auch wenn Übergriffe aufgrund der Verabreichung von K.O.-Tropfen in steirischen Gastronomiebetrieben kaum bekannt sind, nehmen wir dieses Thema sehr ernst und schließen uns der Aufklärungskampagne gerne an. Im Gegensatz zu Festen im Privatbereich haben wir in der gewerblichen Gastronomie die Möglichkeit, Themen wie K.O.-Tropfen oder Suchtmittelmissbrauch bei Gästen und Mitarbeiter:innen zu sensibilisieren und damit Schutz und Sicherheit anzubieten." Mit ein Grund diese Kampagne sei, dass Betriebe oft in ein schiefes Licht geraten, wenn über Vorfälle in diesen berichtet wird. Daher sei es sinnvoll in der Prävention mitzuarbeiten. 

Claudia Kahr, Geschäftsführerin der VIVID - Fachstelle für Suchtprävention, klärt auf: „Es ist wichtig, die Wirkungsweise und Gefahr von K.O.-Tropfen zu kennen, und Kompetenz im Umgang mit dem Risiko zu entwickeln. „Look at your friends" ist auch in diesem Fall das Gebot der Stunde. Dies bedeutet im Freundeskreis vorab zu besprechen, wie man sich schützen kann: keine Getränke von fremden Personen anzunehmen, eigene Getränke nicht unbeobachtet zu lassen, Vollräusche zu vermeiden, aufeinander aufzupassen, gemeinsam in den Abend zu starten und auch wieder gemeinsam nach Hause zu gehen. Wir werden möglicherweise nicht verhindern, dass KO Tropfen in ein Getränk gemischt werden. Aber wir können den Umgang mit Betroffenen beeinflussen."

20.000 Plakate, 120.000 Bierdeckel

Die Kampagne „K.O.mmt mir nicht ins Glas" wird von März bis in den Sommer 2022 dauern. 500 Betriebe, Jugendorganisationen und Jugendzentren wurden in diesen Tagen mit insgesamt 20.000 Plakaten und 120.000 Bierdeckel beschickt. Teile der Kampagne sind u.a. eine Landingpage und Social Media Aktivitäten, wie auch die Schulung und Weiterbildung von Multiplikator*innen im Jugendarbeitsbereich.

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Ihre Kommentare (1)

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  • Ladidadida, 27.06.2022,
    Needle Spiking

    Was bringen diese Sachen gegen die neue neuen Methoden, wo Kriminelle bereits Spritzen verwenden, um ihre Opfer zu betäuben?
    In Europa gibt es schon über 1000 Fälle!