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Heizkosten senken – 5 Tipps für den Alltag

24.11.2022

Mit den steigenden Energiepreisen wird auch eines spürbar teurer: das Heizen. Grund genug, die eigenen Heizgewohnheiten genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit der Umsetzung dieser 5 Tipps können auch Sie in Ihrem Eigenheim beim Heizen sparen.

Eines gleich vorweg: Jedes Grad mehr oder weniger hat enormen Einfluss auf die Höhe der Heizungsrechnung. Demnach kann schon ein einziges Grad die Energiekosten eines Haushalts um bis zu 6 % nach oben - oder eben nach unten treiben.

1. Ist das Thermostat am Heizkörper richtig eingestellt?

Heizkörper sind meist mit Stufen von 1 bis 5 zu regeln. Aber wofür stehen diese eigentlich?

Stufe 1 = 12°C
Stufe 2 = 16°C
Stufe 3 = 20°C
Stufe 4 = 24°C
Stufe 5 = 28°C

Der Schritt zwischen jeder Stufe beträgt 4°C, kleine Markierungen stehen in der Regel jeweils für 1°C. Je nach gewünschter Temperatur ist es wichtig, die korrekte Stufe zu wählen. Übrigens: Der Heizkörper wird NICHT schneller warm, wenn man ihn auf die höchste Stufe dreht, denn die Ziffer zeigt lediglich die Endtemperatur an, die erreicht werden soll, nicht die Geschwindigkeit. Das heißt, dass man für 28°C natürlich entsprechend länger wartet. Die große Gefahr: Wenn man nicht rechtzeitig zurückdreht, bleibt die Heizung unnötig auf 28°C stehen.

Programmierbare Thermostatventile aus dem Fachhandel oder Baumarkt ermöglichen, die Betriebszeiten der Heizung an die eigenen Gewohnheiten anzupassen.

Übrigens: Ist die Raumtemperatur erreicht, kann der Heizkörper auch kalt sein - ein Zeichen dafür, dass die Heizung funktioniert!

2. Wie warm brauche ich es wirklich?

Stufe 3 steht für 20°C, Stufe 4 für 24°C. In der Regel genügt es, das Thermostat auf Stufe 3 oder zwischen den Stufen 3 und 4 einzustellen.
Stufe 3 steht für 20°C, Stufe 4 für 24°C. In der Regel genügt es, das Thermostat auf Stufe 3 oder zwischen den Stufen 3 und 4 einzustellen.© bubutu via Canva / Shortandsweet

Das Temperaturempfinden ist natürlich von Person zu Person unterschiedlich. Allerdings kann man auch hinterfragen, ob man im Winter tatsächlich kurzärmlig oder barfuß durch die Wohnung laufen muss. Meist reicht eine Raumtemperatur von 20°C, was Stufe 3 am Thermostat bedeuten würde. Im Bad wird oft eine Temperatur von 22°C bis 23°C als komfortabel empfunden (zwischen den Stufen 3 und 4). Die Behaglichkeit ist auch sehr stark von der Temperatur der Umgebungsflächen abhängig. Je besser ein Haus gedämmt ist, desto niedriger kann die Lufttemperatur sein.

3. Habe ich meine Heizkörper entlüftet?

Luft im Heizkörper bedeutet, dass dieser nicht mehr richtig warm wird. Spätestens Gluckergeräusche deuten darauf hin, dass es höchste Zeit wird, diesen zu entlüften.

So geht´s:

  1. Einen Behälter für austretendes Wasser holen.
  2. Dann das Thermostat auf die höchste Stufe stellen und den Heizkörper warm werden lassen.
  3. Anschließend den Behälter unter das Entlüftungsventil stellen und dieses aufdrehen, bis die Luft entwichen ist und nur mehr Wasser heraus rinnt.
  4. Zum Schluss das Ventil verschließen und die Temperatur herunter drehen.
Damit der Heizkörper optimal funktioniert, ist regelmäßiges Entlüften notwendig.
Damit der Heizkörper optimal funktioniert, ist regelmäßiges Entlüften notwendig.© Andrey Popov via Canva.com / Shortandsweet

4. Lüfte ich korrekt?

Falsches Lüften hat nicht nur Einfluss auf die Heizkosten, sondern kann auch zur Schimmelbildung führen - besonders in den kalten Wintermonaten. Ziel des Lüftens sollte sein, das gesamte Luftvolumen eines Raumes 3 bis 5 Mal pro Tag vollständig auszutauschen. Das erreicht man mit Querlüften (= zwei Fenster öffnen, sodass sich ein Luftzug bildet) oder Stoßlüften (kurzes, aber intensives Lüften, wenn möglich mit mehreren offenen Fenstern). Ein kleiner Trick: Werden die Fenster bei kalten Außentemperaturen geöffnet, beschlagen die Scheiben. Sobald dieser Beschlag verschwunden ist, können Sie die Fenster wieder schließen, denn dann ist die Luft im Raum trocken genug.

Wichtig ist, dass die Fenster im Winter niemals gekippt werden, auch im Schlafzimmer nicht. Besser, Sie lüften gründlich vor und nach dem Schlafen. Sollte sich die Luft dennoch zu „stickig" anfühlen, könnte ein Abluft-Ventilator helfen. Am besten wäre natürlich der Einbau einer Lüftungsanlage.

5. Die richtige Einrichtung: Sind meine Heizkörper verstellt? Nutze ich Teppiche?

Vorhänge, Abdeckungen oder Möbel, die vor dem Heizkörper platziert sind, verhindern die Wärmeabgabe in den Raum. Teppiche können ebenso einen Einfluss haben: Bei einer Fußbodenheizung sind sie kontraproduktiv, da die Wärme schwerer in den Raum gelangt. Ist keine Fußbodenheizung vorhanden, vermindern sie den Wärmeverlust über den Boden und sind daher empfehlenswert.

6. Habe ich undichte Fenster oder Türen?

Häufig ist gar nicht offensichtlich erkennbar, wenn Fenster oder Türen undicht sind. Unser Tipp: Fahren Sie an einem windigen Tag die Fenster- und Türrahmen mit einem Teelicht ab. Flackert dieses, bedeutet das, dass ungewollt kalte Luft eindringt. Als langfristige Lösung sollten diese Stellen neu abgedichtet werden, kurzfristig kann ein Zugluftstopper helfen.

Ob Türen oder Fenster undicht sind, kann ganz einfach mit einem Teelicht herausgefunden werden. Eine schnelle Lösung: Zugluftstopper
Ob Türen oder Fenster undicht sind, kann ganz einfach mit einem Teelicht herausgefunden werden. Eine schnelle Lösung: Zugluftstopper © Andrey Popov via Canva.com / Shortandsweet

Fragen oder Interesse an einer persönlichen Beratung?

Wenn Sie Fragen zum Thema haben oder generell Energie in Ihrem Haushalt einsparen wollen, melden Sie sich für eine kostenlose Beratung bei der Energieexpertin der Wohnungsinformationsstelle, Barbara Horst: +43 316 872-5454

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