Die Rauchfangkehrermeister Bernd Huber und Christian Gruber besuchten die Bürgermeisterin von Graz, um ihre Neujahrsglückwünsche zu überbringen. Dieser traditionelle Besuch unterstreicht die Wertschätzung für das Handwerk und die persönliche Verbundenheit vieler Grazer mit den „schwarzen Männern“.
Die Rauchfangkehrermeister betonen die enge Beziehung zu ihren Kund:innen, die oft über Generationen besteht. Sie schätzen den direkten Kontakt und die Möglichkeit, in vertrauter Umgebung zu arbeiten. Neben dem Brandschutz spielen sie eine wichtige Rolle im Umweltschutz, indem sie die richtige Heiztechnik vermitteln. Der Beruf entwickelt sich weiter, und auch Frauen erobern zunehmend das traditionelle Handwerk.
Bürgermeisterin Elke Kahr freut sich besonders über den Besuch, da sie selbst viele positive Erinnerungen an Rauchfangkehrer aus ihrer Familie hat. Sie betont die Bedeutung des traditionellen Handwerks und die persönliche Wertschätzung für die Arbeit der Rauchfangkehrermeister.

Diese Herren in ihren schwarzen Anzügen und mit Zylinder sieht man einfach gerne. „Ja, wir werden auch auf der Straße angesprochen", lachen Bernd Huber und Christian Gruber. Beide sind Rauchfangkehrermeister: Huber in Premstätten südlich von Graz, Gruber direkt in der Landeshauptstadt. Wie jedes Jahr statteten sie der Bürgermeisterin ihren bereits traditionellen Neujahrsbesuch ab, um der Stadt Glück und gute Wünsche zu überbringen.
Das Besondere an ihrem Beruf sei der enge Kontakt mit den Kund:innen, erzählen die beiden. „Viele kennen wir über mehrere Generationen. Wir kommen in ihr vertrautes Umfeld, teilen Glücksmomente und erleben viel Dankbarkeit und Herzlichkeit." Christian Gruber ist 2020 in die Fußstapfen seines Vaters getreten - den Betrieb gibt es bereits seit 1909. Bernd Huber arbeitet in dritter Generation, sein Sohn steht schon als vierte Generation bereit.
Neben dem Brandschutz sehen die Rauchfangkehrermeister den Umweltschutz als zentrale Aufgabe. „Wir zeigen den Menschen, wie man richtig einheizt." Schweden-, Kachel- und Kaminöfen erfreuen sich wieder großer Beliebtheit - nicht nur wegen der angenehmen Atmosphäre, sondern auch als Backup im Blackout-Fall. Verändert habe sich das Berufsbild ebenfalls: Immer mehr Frauen erobern das traditionelle Handwerk.
Für Bürgermeisterin Elke Kahr, die neben dem Glücksbringen auch einen Kalender erhielt, zählt der Besuch der Rauchfangkehrer zu ihren Lieblingsterminen. „Ich finde, man kann das traditionelle Handwerk gar nicht hoch genug schätzen, und ich verbinde persönlich viele schöne Erinnerungen mit Rauchfangkehrern." In der Familie ihres Mannes habe man lange mit festem Brennstoff geheizt - der Besuch der „schwarzen Männer" sei daher häufig und stets willkommen gewesen.
