Sicherheit für Jüdische Gemeinde
Im heutigen Stadtsenat wurde eine Förderung für die Jüdische Kultusstiftung in Höhe von 300.000 Euro zur Deckung der Kosten für den Sicherheitsdienst im Jahr 2026 einstimmig beschlossen. Der Sicherheitsdienst für die Synagoge Graz wurde nach den Anschlägen im Jahr 2020 eingerichtet. Dieser ist, neben dem durch Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes hergestellten Objektschutz, unter anderem für die Zugangskontrollen zur Amtsdirektion, dem Gemeindehaus und der Synagoge sowie bedarfsweise auf dem Jüdischen Friedhof verantwortlich und ist auch während der Bürostunden der Amtsdirektion sowie während der Gebete und Veranstaltungen dauerhaft präsent. Es handelt sich hierbei um einen bewaffneten externen Sicherheitsdienst, wie er bei sämtlichen jüdischen Einrichtungen üblich ist. Damit wird dem Ansteigen antisemitischer Vorfälle und Anschläge in Österreich, Europa und der ganzen Welt Rechnung getragen.
Inklusions-Projektförderungen Winterwelt & CHAMPS
Die Grazer Winterwelt findet heuer bereits zum 20. Mal im Zentrum von Graz statt und bietet Grazer:innen noch bis 2. Februar Wintersport an der frischen Luft. Zentrale Bestandteile sind ein Eislaufplatz sowie eine Kindererlebniswelt. Ein wesentliches Ziel der Veranstalter ist die umfassende Barrierefreiheit. Diese reicht vom barrierefreien Zugang zum Eislaufplatz über die Durchführung eines Inklusionstages bis hin zur Bereitstellung einer eigenen Ansprechperson für Inklusionsfragen. Die vorgesehenen Mittel dienen der Organisation barrierefreier Maßnahmen vor Ort sowie der Planung und Durchführung inklusiver Programmpunkte. Neben dem bereits etablierten „Tag der Inklusion" wurde das Angebot heuer erstmals um ein inklusives Benefiz-Eisstockturnier erweitert. Ergänzend setzt die Grazer Winterwelt auf soziale Teilhabe: Besitzer:innen der SozialCard der Stadt Graz erhalten einen deutlichen vergünstigten Eintritt (3 Euro statt 8 Euro). Darüber hinaus werden erneut soziale Einrichtungen und Projekte - darunter die Lernhäuser des Roten Kreuzes und das Mentoringprojekt Sindbad - kostenlos zur Teilnahme eingeladen.
Zur Deckung der Personalkosten wurde ein weiterer Verein im Bereich Inklusion gefördert. Der Verein "CHAMPS" bietet
Sommerbetreuung für alle Kinder im Alter von 6-15 Jahren. Der Aufbau eines gesunden Selbstbewusstseins, eines positiven Selbstbildes und eines gewinnbringenden Miteinanders steht dabei im Vordergrund und wird durch verschiedene Spiele und Übungen aus dem Mental- und Achtsamkeitstraining verstärkt.
Die Projektförderungen von gesamt 7.780 Euro wurden einstimmig vom Stadtsenat beschlossen.
Basisförderungen Inklusion
Ein Förderpaket für zwei Vereine - einmal im Bereich Beschäftigung und Ausbildung, sowie Rechtsberatung für Menschen mit Behinderungen - in Höhe von gesamt 51.025 Euro wurde einstimmig beschlossen.
Die Reha Dienstleistungs- und Handels GmbH ist ein gemeinnütziger, umweltschonender und zertifizierter Druckbetrieb mit über 40-jähriger Erfahrung in der integrativen Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit und ohne körperliche bzw. psychische Einschränkungen. Lehrlinge werden in den Bereichen Bürokaufmann und Bürokauffrau, Druckvorstufentechnik, Drucktechnik und Postpresstechnologie ausgebildet. Begünstigt behinderte Fachkräfte sind als geschulte Ausbilder:innen tätig und fördern Lehrlinge entsprechend deren individuellen Fähigkeiten und Ressourcen. Der Fokus liegt dabei auf der Stärkung vorhandener Kompetenzen, gezielter Lernunterstützung, wertschätzender Kommunikation und nachhaltiger Integration in den Arbeitsalltag. Ziel des Unternehmens ist die langfristige Beschäftigung und Qualifizierung von am Arbeitsmarkt benachteiligten Personen. Die gewährte Förderung dient der Absicherung bestehender Facharbeitsplätze sowie dem Ausgleich gestiegener betrieblicher und personeller Kosten. Derzeit sind 3 begünstigt behinderte Fach- und Führungskräfte von insgesamt 12 Mitarbeiter:innen gemäß Behinderteneinstellungsgesetz beschäftigt.
Die Rechtsberatungsstelle des Vereins Jugend am Werk Steiermark bietet Menschen mit Behinderung sowie deren Angehörigen eine kostenlose, fachkundige und vertrauliche Beratung in zentralen sozial- und behindertenrechtlichen Angelegenheiten. Das Beratungsangebot umfasst insbesondere das Steiermärkische Behindertenrecht, Familienbeihilfeangelegenheiten, Ansprüche gegenüber dem Sozialministeriumservice, dem AMS, der Kranken- und Pensionsversicherung, dem Pflegegeldgesetz sowie Fragen rund um die Erwachsenenvertretung. Darüber hinaus wird Unterstützung beim Verfassen von Beschwerden und Einsprüchen angeboten. Die Beratung erfolgt individuell, persönlich und niederschwellig durch qualifizierte Jurist:innen. Zur Sicherstellung dieses Unterstützungsangebotes werden die Mittel vorwiegend zur Abdeckung der Personalkosten verwendet.
