Am 6. Februar 2026 tagte der Grazer Stadtsenat im Rathaus. Hier eine Auswahl der zentralen Beschlüsse:
Stärkung der Grazer Bezirksdemokratie beschlossen
Der Stadtsenat hat einstimmig eine Änderung der Geschäftsordnung für den Magistrat beschlossen. Damit werden Vorschläge des Gemeinderates zur weiteren Stärkung der Grazer Bezirksdemokratie umgesetzt.
Kern der Anpassung ist, dass bezirksbezogene Vorschläge der Bezirksräte künftig direkt von den zuständigen Dienststellen beantwortet werden. Diese Rückmeldungen haben innerhalb von acht Wochen zu erfolgen. Ausgenommen davon sind Fälle, in denen eine Abstimmung der Abteilungen mit den zuständigen Mitgliedern des Stadtsenats notwendig ist.
Zusätzlich wird festgelegt, dass in Sitzungsstücken des Gemeinderates und des Stadtsenates ausdrücklich auf bestehende Anhörungs- und Informationsrechte der Bezirksräte hinzuweisen ist. Allfällige Stellungnahmen der Bezirksräte sind anzuführen oder es ist festzuhalten, wenn keine abgegeben wurden.
Rund 126.000 Euro für außerschulische Kinder- und Jugendprojekte
Der Stadtsenat hat die Förderung von elf außerschulischen Projekten für Kinder und Jugendliche beschlossen. Insgesamt werden 126.150 Euro für Initiativen in den Bereichen Bildung, Kreativität, Prävention, soziale Teilhabe und Freizeitgestaltung bereitgestellt.
Die höchsten Förderungen erhalten Projekte mit ganzjähriger oder besonders breiter Wirkung:
- die Stadt.Oase der Österreichischen Kinderfreunde mit 36.750 Euro,
- der Abenteuerspielplatz Afritschgarten (FRATZ-GRAZ) mit 36.300 Euro,
- die Kinderstadt Bibongo mit 13.150 Euro sowie
- das Projekt „Naturkompetenz vermitteln" der Naturwelten Steiermark mit 10.000 Euro.
Darüber hinaus werden unter anderem kulturelle, musikpädagogische und theaterpädagogische Angebote, Lernunterstützungs- und Präventionsprojekte sowie Programme zur Sicherheits- und Demokratiebildung unterstützt.
Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.
Soziale Sicherheit: Graz investiert in Beratungs- und Schutzeinrichtungen
Mit einer einstimmigen Förderentscheidung werden sieben Beratungs-, Schutz- und Betreuungseinrichtungen in Graz finanziell abgesichert. Insgesamt stellt die Stadt 671.150 Euro zur Verfügung, um zentrale Hilfsangebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene in belastenden Lebenssituationen nachhaltig zu sichern.
Den größten Anteil erhält das Schlupfhaus der Caritas der Diözese Graz-Seckau mit 370.000 Euro, das Jugendlichen in akuten Krisen Schutz, Betreuung und grundlegende Versorgung bietet. Weitere Förderungen gehen unter anderem an
- das Kinderschutz-Zentrum Graz (Verein Hilfe für Kinder und Eltern) mit 93.600 Euro,
- das Beratungszentrum WOHIN (RdK Steiermark GmbH) mit 90.000 Euro sowie
- den Kindergarten WOHIN mit 50.000 Euro.
Zusätzlich werden Angebote in der Männer- und Anti-Gewaltarbeit, der psychosozialen und Familienberatung sowie ein Tageszentrum für Menschen mit Essstörungen unterstützt.
Starke Jugendzentren: Sicherung der offenen Jugendarbeit
Um jungen Grazer:innen verlässliche Räume für Begegnung, Beratung und Freizeitgestaltung zu bieten, werden die Grazer Jugendzentren auch 2026 umfassend finanziell abgesichert. Insgesamt fließen mit einem einstimmigen Beschluss 960.690 Euro in acht Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit.
Zu den höchstdotierten Standorten zählen das Jugendzentrum ECHO (JUKUS GmbH) sowie das Jugendzentrum Grünanger und das Jugendfreizeitzentrum EggenLend (beide WIKI), die jeweils mit 175.050 Euro unterstützt werden. Weitere Förderungen erhalten das Jugendzentrum Don Bosco mit 133.485 Euro, der Jugendtreffpunkt Dietrichskeusch'n mit 131.300 Euro sowie das Jugendzentrum Andritz mit 130.755 Euro.
Darüber hinaus werden spezialisierte Angebote wie das JA.M Mädchenzentrum mafalda und das JUZ Jungle unterstützt.
