Stadtteilzentren
Die Unterstützung von Stadtteilarbeit war ein wesentliche Schwerpunkt der Stadtsenatssitzung vom 12. Februar 2026. Niederschwellige Begegnungsräume und verlässliche Ansprechstellen sind wichtig, um soziale Teilhabe zu ermöglichen und nachbarschaftliche Netzwerke zu stärken. Aus diesem Grund erhält die Jukus GmbH, die die Stadtteilzentren NaNet am Kalvariengürtel, Lend in der Mariengass, das NBZ St. Peter und den Stadtteiltreff St. Leonhard betreibt, für die Weiterführung der Angebote eine Summe in der Höhe von insgesamt rund 100.000 Euro. Darüber hinaus erhalten das Nachbarschaftszentrum Café Jakomini eine Summe in Höhe von rund 15.000 und die Mohoga-Werkstatt rund 9.000 Euro. Außerdem wird der Verein Denggenhof Gries-Süd-West mit 5.000 Euro unterstützt und die Stadtteilarbeit EggenLend, die auch mit dem KostNix-Laden in einem stark wachsenenden Bereich von Graz für Vernetzung sorgt, kann sich über 60.500 Euro freuen. Beschluss des Stadtsenates: mehrheitlich angenommen.
Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Die archäologischen Fundstücke aus dem Areal des ehemaligen Lagers Liebenau, einem Tatort von NS-Verbrechen, wo Umsiedler:innen und Zwangsarbeiter:innen interniert wurden, sind stille Zeugen der Geschichte. Sie auszustellen, verbindet Forschung, Gedenken und gesellschaftliche Verantwortung. Und genau das macht die Ludwig Boltzmann Gesellschaft - und zeigt dabei auf, wie wichtig gemeinsames Handeln, offener Diskurs und zivilgesellschaftliche Mitgestaltung sind. Viele Fundstücke stammen aus den NS-Jahren, andere aus der Zeit davor oder danach. Mit der Förderung in Höhe von rund 9.000 Euro wird ein Teil der Produktionskosten des die Ausstellung begleitenden Katalogs gedeckt. Gleichzeitig soll der digitale Rundgang über das ehemalige Lagerareal gemeinsam mit dem Stadtvermessungsamt aktualisiert und veröffentlicht werden. Beschluss des Stadtsenates: einstimmig angenommen.
Wahlkampfbeobachtung
Gemäß dem beschlossenen „Zehn-Punkte-Aktionsprogramms der Stadt Graz zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung in unserer Stadt für den Zeitraum 2025-2027 im Rahmen der Mitgliedschaft in der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus" führt der Menschenrechtsbeirat im Auftrag des Gemeinderats bei Gemeinderatswahlen eine Wahlkampfbeobachtung durch, um sicherzustellen, dass der Wahlkampf nicht auf Kosten von Menschen erfolgt und die menschliche Würde unter allen Umständen geachtet wird. Verstärkt wird dies noch durch den Dringlichen Antrag in der Gemeinderatssitzung vom 22. Jänner des Jahres zum Thema "Fairnessabkommen & Wahlkampfmonitoring". Der Stadtsenat gab dem Menschenrechtsbeirat das Mandat zur Wahlkampfbeobachtung: mehrheitlicher Beschluss.
