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Rückblick: Filmabend des Migrant:innenbeirates zum Internationalen Frauentag

Migrantinnen: unverzichtbar - aber ohne Stimme?!

26.03.2026

Anlässlich des Internationalen Frauentages fand am 25. März 2026 im IBOBB-Space der Filmabend „Ein Tag ohne Frauen" mit anschließender Diskussion statt.

Filmabend des Migrant:innenbeiratesMigrant:innenbeirat der Stadt GrazFilmabend des Migrant:innenbeiratesFilmabend des Migrant:innenbeiratesFilmabend des Migrant:innenbeiratesFilmabend des Migrant:innenbeiratesFilmabend des Migrant:innenbeiratesFilmabend des Migrant:innenbeiratesFilmabend des Migrant:innenbeiratesMigrant:innenbeirat der Stadt GrazFilmabend des Migrant:innenbeiratesFilmabend des Migrant:innenbeirates

Die Vorsitzende Irina Karamarković eröffnete den Abend und begrüßte die anwesenden Gäste. In ihren einleitenden Worten betonte sie die Bedeutung von Sichtbarkeit, Teilhabe und Empowerment von Frauen - insbesondere von Migrantinnen - im gesellschaftlichen und politischen Kontext.  Sie hob hervor, wie wichtig Sensibilisierung für demokratische Teilhabe ist, da Menschen ohne EU-Staatsbürgerschaft trotz Lebensmittelpunkt in Österreich nicht wählen dürfen. Zudem unterstrich sie die Relevanz frauenspezifischer Themen im Beirat und die Vielfalt der in Graz lebenden Menschen.

Im Zentrum des Abends stand die Vorführung des Dokumentarfilms „Ein Tag ohne Frauen" (Originaltitel: The Day Iceland Stood Still, 2024), der den isländischen Frauenstreik von 1975 thematisiert und eindrucksvoll verdeutlicht, wie unverzichtbar Frauen für das Funktionieren der Gesellschaft sind.

Die moderierte Diskussion unter der Leitung der Vorsitzenden fand in einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre statt. Ausgangspunkt waren der Film, Videoimpulse des Migrant:innenbeirates aus der Videoreihe „Graz ist auch ... Heimat!" sowie Leitfragen zu den Eindrücken aus dem Film, zur Selbstbestimmung von Frauen und zur Bedeutung politischer Partizipation. Unter dem Leitthema „Migrantinnen: unverzichtbar - aber ohne Stimme?!" wurde deutlich, dass Frauen mit Migrationserfahrung einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben leisten.

Mehrere Teilnehmerinnen berichteten von Eingriffen in die Selbstbestimmung, strukturellen Benachteiligungen, insbesondere im Arbeitsmarkt, sowie von zusätzlichen Hürden wie mangelnder Sichtbarkeit, eingeschränkter politischer Teilhabe und fehlender Repräsentation. Zugleich wurde die Bedeutung von Solidarität unter Frauen, das Bewusstsein für erkämpfte Rechte und die Notwendigkeit betont, die Leistungen von Migrant:innen anzuerkennen und ihre Perspektiven in politische Prozesse einzubeziehen. Besonders hervorgehoben wurde, dass das gesellschaftliche Leben in vielen Bereichen ohne Migrant:innen zum Stillstand kommen würde.

Ein besonderer Fokus lag auf den Mitbestimmungsmöglichkeiten für Migrantinnen ohne Wahlrecht, insbesondere durch den Migrant:innenbeirat. In diesem Zusammenhang wurde auch auf die bevorstehende Wahl des Migrant:innenbeirates am 28. Juni 2026 hingewiesen, bei der alle Nicht-EU-Bürger:innen ab 16 Jahren, die in Graz wohnhaft sind den Migrant:innenbeirat wählen können.

Der Geschäftsführer des Migrant:innenbeirates, Godswill Eyawo, betonte Graz als positives Beispiel für andere Städte: Am Wahltag sind alle in Graz lebenden Menschen beteiligt - EU-Bürger:innen wählen den Gemeinderat, Nicht-EU-Bürger:innen zeitgleich den Migrant:innenbeirat.

Der Filmabend machte deutlich, wie wichtig es ist, Räume für Dialog, Empowerment und politische Bildung zu schaffen - insbesondere für jene, deren Stimmen in gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen oft unterrepräsentiert sind.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Frauenmärz des Bündnis 0803* in Kooperation mit dem EU-Projekt EMV-LII organisiert.

Filmabend des Migrant:innenbeirates
© Migrant:innenbeirat der Stadt Graz

Das EMV-LII-Projekt wurde aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union finanziert.
Diese Informationen stellen nur die Ansichten der EMV-LII-Projektpartnerschaft dar und liegen in ihrer alleinigen Verantwortung. Die Europäische Kommission übernimmt keine Verantwortung für die Verwendung dieser Informationen.

Kofinanziert von: Stadt Graz/Integrationsreferat

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