Nach mehr als 25 Jahren an der Spitze der Holding Graz wurde Wolfgang Malik im Grazer Rathaus in feierlichem Rahmen verabschiedet - und für sein jahrzehntelanges Engagement mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Stadt Graz ausgezeichnet. Über 50 hochkarätige Gäste, Wegbegleiter:innen aus Stadt- und Landespolitik, Vorstände aus dem Haus Graz sowie langjährige Mitarbeiter:innen und Freund:innen versammelten sich im Gemeinderatssitzungssaal, um einem Mann zu danken, der die Entwicklung der Stadt und ihrer Infrastruktur maßgeblich geprägt hat und sich auch zukünftig in den Aufsichtsratsgremien der Stadt Graz und ihrer Beteiligungen einbringen wird.
Ein Pilot mit Weitblick
„Ein guter Pilot hebt nicht nur ab, er weiß vor allem, wo er landen will", eröffnete Moderatorin Simone Koren-Wallis den Empfang. Ein Bild, das kaum besser zu Wolfgang Malik passt, der über viele Jahre hinweg entscheidende Weichen für Graz gestellt hat. Seine Leidenschaft fürs Fliegen entdeckte er bereits beim Bundesheer - bis heute ist er Pilot und engagiert sich in der Luftfahrt, unter anderem als Präsident des Österreichischen Aero-Clubs und Mitglied des Zivilluftfahrtbeirats der Bundesregierung. Allen voran dankte Bürgermeisterin Elke Kahr dem Geehrten, persönlich und fachlich gleichermaßen:
"Ich durfte dich in den letzten Jahren in deinen Funktionen und auch als Menschen näher kennenlernen. Mit ruhiger Hand - das ist etwas, was ich immens an dir schätze. Auch in schwierigen Situationen hast du immer versucht, einen Weg und eine Lösung zu finden. Du hast immer das Große und Ganze gesehen und bist der Stadt und der Holding loyal geblieben. Und: Du hast auch nie auf die Arbeitnehmer:innen-Seite vergessen."
Neben seinem beruflichen Wirken betonte Kahr auch Maliks menschliche Seite - seine Treue, seinen Humor und sein Engagement, etwa bei den Oberlandlern Graz. Eine kleine persönliche Note: Beide teilen sogar denselben Geburtstag.
Blick aus der Vogelperspektive
Hermann Pucher, langjähriger Vorsitzender des Holding-Aufsichtsrats, erinnerte an die Zusammenarbeit:
„Er hat die Eigenschaft, vieles aus der Vogelperspektive zu betrachten. Das schafft Weitblick und führt dazu, dass Probleme, die zunächst sehr groß erscheinen, von oben betrachtet durchaus klein und bewältigbar sind. Vielen Dank für die wunderbare Zusammenarbeit und alles Gute für deinen weiteren Lebensabschnitt." Als besondere Überraschung für den Geehrten richteten Wegbegleiter:innen persönliche Worte in einer Videobotschaft an ihn.
In großer Anerkennung seiner Arbeit und seines Engagements für die Stadt und für das Haus Graz, überreichte ihm die Bürgermeisterin schließlich das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Graz.
Dank an Wegbegleiter:innen
Der Geehrte selbst, für den die Auszeichnung eine Überraschung war, zeigte sich bewegt und betonte die Bedeutung seines Teams: „Danke an alle, die heute gekommen sind, und danke an die Bürgermeisterin und die ganze Stadtregierung für diese Auszeichnung. Das ehrt mich wirklich sehr. Ich stehe stellvertretend für viele hier - allein bringt man das nicht zusammen, wenn man nicht Chancen nutzt, gute Mitarbeiter hat, ein gutes Team und gute Eigentümer", so Malik. Ein besonderer Dank galt seinen Kolleginnen und Kollegen in der Holding und im Haus Graz: „Ich freue mich auf weitere gute Zusammenarbeit und viele Begegnungen."
Meilensteine einer langen Karriere
DI Wolfgang Malik, geboren am 2. November 1954 in Wildon, studierte Bauingenieurwesen mit Schwerpunkt Verkehrswesen an der Technischen Universität Graz. Nach beruflichen Stationen beim Land Steiermark und in politischen Büros der Landesregierung wechselte er im Jahr 2000 in den Vorstand der Holding Graz, deren Vorsitz er ab 2010 innehatte. Über mehr als 25 Jahre prägte er die Entwicklung des kommunalen Infrastrukturverbundes der Stadt Graz maßgeblich. In dieser Zeit wurden unter anderem die Energie Graz gegründet, der Flughafen Graz strategisch weiterentwickelt und mit dem Projekt „Haus Graz" eine umfassende organisatorische Neustrukturierung der städtischen Beteiligungen umgesetzt.
Auch nach seinem Rückzug aus der operativen Führung im Jahr 2025 bringt er seine Erfahrung weiterhin in strategische Entwicklungsprozesse ein, etwa im Aufsichtsrat des Flughafens Graz und der Energie Graz sowie im Zukunftsprojekt Geothermie Steiermark.






