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Transparente Personalpolitik wirkt: 8.500 Bewerbungen seit 2021

19.03.2026
PK zur Personalpolitik: StR Manfred Eber (l.) und Personalamtsleiter Erich Kalcher.
PK zur Personalpolitik: StR Manfred Eber (l.) und Personalamtsleiter Erich Kalcher.© Stadt Graz/Fischer

Die Stadt Graz ist ein attraktiver Arbeitgeber. In den vergangenen fünf Jahren haben sich mehr als 8.500 Menschen für Jobs in der Stadtverwaltung beworben. Insgesamt wurden 2.124 neue Mitarbeiter:innen aufgenommen. Diese Zahlen präsentierten Personalstadtrat Manfred Eber und Personalamtsleiter Erich Kalcher bei einer Pressekonferenz zur Entwicklung des Personals in der Stadt Graz am gestrigen Mittwoch, dem 17. März 2026, im Media Center des Rathauses. „Die Stadt Graz funktioniert nur, weil tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich für die Menschen in dieser Stadt arbeiten. Das Personalamt sorgt dafür, dass die richtigen Menschen an den richtigen Stellen tätig sind", betonte Eber.

Starkes Interesse an Jobs bei der Stadt

Zwischen Ende 2021 und 2025 gab es 190 öffentliche Stellenausschreibungen der Stadt Graz. Insgesamt gingen 8.509 Bewerbungen ein, 3.174 Kandidat:innen wurden zu Hearings eingeladen. Besonders viele Bewerbungen gab es im Jahr 2025. „Das zeigt, dass die Stadt Graz für viele Menschen ein attraktiver Arbeitgeber ist. Hinter jeder Besetzung stehen transparente und sorgfältige Auswahlverfahren", erklärte Kalcher. Auch innerhalb der Stadt gebe es Entwicklungsmöglichkeiten: In den vergangenen fünf Jahren seien 36 Stellen intern ausgeschrieben worden.

Transparente Auswahlverfahren

Ein zentrales Element der Personalpolitik der Stadt sind die Objektivierungsrichtlinien, die klare Regeln für Personalentscheidungen vorgeben und eine transparente Auswahl von Mitarbeiter:innen sicherstellen. Eber: „Dass wir die Objektivierungsrichtlinien eingeführt haben, war ein wichtiger Schritt für die Stadt Graz. Damit stellen wir sicher, dass Stellenausschreibungen transparent und objektiv abgewickelt werden - und nicht das Parteibuch oder eine Bekanntschaft entscheidet, sondern Qualifikation und Leistung." Graz gelte dabei österreichweit als Vorzeigebeispiel für die klare Trennung von Politik und Verwaltung, betonte der Personalreferent. „Unser System zeigt, dass transparente Verfahren funktionieren. Die steigende Zahl an Bewerbungen in den letzten Jahren bestätigt, dass dieser Weg Vertrauen schafft und Früchte trägt." Insbesondere auch der Blick auf die Bewerbungen für Abteilungsleitungen zeige, dass transparente Auswahlverfahren zu einer Zunahme an Bewerbungen führen würden: Hätten sich im Zeitraum 2017-2019 nur rund 18 Menschen pro Ausschreibung beworben, würden seit 2022 durchschnittlich 34,6 Bewerbungen eingehen (siehe Grafik).

Starker Zuwachs an Bewerbungen.
Starker Zuwachs an Bewerbungen.

Personal wächst vor allem in sozialen Bereichen

Die Zahl der Vollzeitäquivalente (VZÄ) ist in den letzten Jahren gestiegen. Während 2011 rund 2.794 Vollzeitstellen bestanden, sind es aktuell rund 3.530 VZÄ, bei 4.087 Bediensteten zum Stichtag 31.12.2025.

Der Ausbau betrifft vor allem Bereiche mit direktem Kontakt zur Bevölkerung, etwa

  • Kinderbetreuung
  • Pflege in den Geriatrischen Gesundheitszentren
  • Sozial- und Gesundheitsverwaltung

„Die Stadt Graz ist keine Tintenburg. Ein Großteil unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeitet direkt mit Menschen, beispielsweise in der Kinderbetreuung, Pflege, Sozialarbeit oder bei der Feuerwehr", so Kalcher. Lediglich rund 1.500 von insgesamt fast 4.100 Bediensteten seien in der (Hoheits-)Verwaltung beschäftigt. Gleichzeitig werde die Stadtverwaltung vielfältiger: Immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund seien hier tätig. Während es im Jahr 2011 nur 171 Mitarbeiter:innen mit Migrationshintergrund (1. und 2. Generation) gegeben habe, seien es 2025 bereits 685. Besonders stark vertreten seien Menschen mit Migrationshintergrund in der Kinderbetreuung (ABI) sowie in der Pflege (GGZ), aber auch in der Verwaltung selbst steige der Anteil kontinuierlich.

Personalaufwand und Pensionen

Der Personal- und Pensionsaufwand der Stadt Graz und ihrer Eigenbetriebe beträgt laut Voranschlag 2026 insgesamt rund 449,7 Millionen Euro.

Davon entfallen:

  • 224,9 Mio. Euro auf aktives Personal im Magistrat
  • 64,3 Mio. Euro auf Personal in Eigenbetrieben
  • 146,9 Mio. Euro auf Pensionen der Stadt Graz
  • 13,5 Mio. Euro auf Pensionen der Holding Graz

Ein erheblicher Teil dieser Kosten betrifft Pensionen früherer Beamt:innen. Hintergrund ist die Umstellung vom Beamten- auf das Vertragsbedienstetensystem im Jahr 1997. Der Höhepunkt der Pensionszahlungen wird derzeit um das Jahr 2031 erwartet.

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