Neue Chancen durch Arbeit: 340.000 Euro für Beschäftigungsprojekt
Für Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt schafft die Stadt Graz gezielt neue Perspektiven: Mit einer einstimmig beschlossenen Förderung von 340.000 Euro wird das Beschäftigungsprojekt „FAAP" der erfa GmbH weitergeführt.
Das niederschwellige Angebot richtet sich an arbeitsmarktferne Personen und ermöglicht ihnen eine schrittweise Annäherung an Beschäftigung. Die Teilnehmer:innen können in verschiedenen Bereichen praktische Arbeitserfahrungen sammeln - etwa in der Pflege öffentlicher Flächen, bei Instandhaltungsarbeiten oder durch Unterstützungsleistungen für sozial benachteiligte Haushalte.
Begleitet wird die Tätigkeit durch sozialpädagogische Betreuung, Beratung und individuelles Coaching. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu stabilisieren, ihnen Tagesstruktur zu geben und sie langfristig beim Einstieg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.
Sprachförderung von Anfang an: 309.400 Euro für Kinder und Jugendliche
Gute Deutschkenntnisse sind entscheidend für den Bildungserfolg und die gesellschaftliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen. Um diese gezielt zu stärken, investiert die Stadt Graz mit einem einstimmigen Beschluss 309.400 Euro in zwei umfassende Sprachförderprogramme.
Den größten Anteil erhält das Projekt „MitSprache - Kinder stärken, Eltern begleiten" mit 210.000 Euro. Es kombiniert Deutschförderung für Volksschulkinder mit begleitenden Angeboten für Eltern und erreicht Kinder sowohl im Schulalltag als auch in Freizeit- und Ferienkursen. Ergänzend werden Eltern durch Kurse und Workshops aktiv in die Bildungsprozesse eingebunden.
Weitere 99.400 Euro fließen in das Projekt „Deutsch für (Schul)kinder" (ISOP), das schulbegleitende Deutschkurse für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren bietet. Ziel ist es, Sprachkompetenzen nachhaltig zu verbessern und damit die Integration in Schule und Ausbildung zu erleichtern.
Für Zusammenhalt und Prävention: 191.200 Euro für Dialog- und Antidiskriminierungsarbeit
Ein respektvolles Miteinander und gezielte Prävention sind zentrale Bausteine für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Graz. Daher unterstützt die Stadt fünf Projekte in den Bereichen Antidiskriminierung, Gewaltprävention und Dialogförderung mit insgesamt 191.200 Euro.
Die höchste Förderung erhält die Antidiskriminierungsstelle und Extremismuspräventionsstelle Steiermark (Helping Hands Graz) mit 70.000 Euro. Sie bietet Beratung für Betroffene, leistet Sensibilisierungsarbeit und entwickelt Maßnahmen gegen Diskriminierung und Extremismus.
Weitere größere Förderungen gehen an das Projekt „ORA-PI 2026" (Verein IKEMBA) mit 37.800 Euro (Beschluss gegen die Stimme der KFG), das niederschwellige Outreach-Arbeit und Prävention in Communities leistet, sowie an „CariM - Interkulturelle Männerarbeit" der Caritas mit 33.100 Euro, das gezielt mit Burschen und Männern zu Gewaltprävention und Gleichstellung arbeitet.
Zusätzlich werden die Fachstelle zur Prävention von Radikalisierung und Extremismus (30.300 Euro) sowie das Dialogprojekt „ComUnitySpirit - Religionen und Kulturen im Dialog" (20.000 Euro) gefördert. Sie setzen auf Aufklärung, Vernetzung und interkulturellen Austausch.
