Premiere und große Ehre für die Stadt Graz: Erstmals besuchte eine Delegation aus Indonesien die steirische Landeshauptstadt, um sich über interreligiöse Projekte und Best-Practice-Modelle auszutauschen. Unter der Leitung des Generaldirektors im indonesischen Außenministerium Heru Hartanto Subolo trafen rund 20 Teilnehmer:innen aus Fernost gemeinsam mit Vertreter:innen des österreichischen Außenministeriums mit zahlreichen Persönlichkeiten aus Graz zusammen;darunter Bürgermeisterin Elke Kahr, die Mitglieder des interreligiösen Beirats, Vertreter:innen der Universität und der Pädagogischen Hochschule Augustinum, sowie zahlreichen anderen Persönlichkeiten. Neben Dialogrunden, Präsentationen und Diskussionen stehen auch Besuche des Domes, der Moschee und des Islamischen Kulturzentrums auf dem Programm. Der Austausch findet von 27. bis 28. April in Graz statt und wird danach weitere zwei Tage lang in Wien fortgesetzt.










Erfolgreicher Umgang mit religiöser Vielfalt
Dieser interkulturelle und interreligiöse Austausch verbindet Österreich mit Indonesien schon seit längerem: seit 2010 findet ein regelmäßiger Austausch statt, heuer erstmals auch mit Veranstaltungen in Graz. Dabei ist festzuhalten, dass der südostasiatische Staat mit seinen rund 270 Mio. Einwohner:innen das bevölkerungsreichste mehrheitlich muslimische Land der Welt ist.
Veranstalter dieser neunten Auflage ist das Außenministerium, in Graz in Kooperation mit der Privaten Pädagogischen Hochschule Augustinum und CommunitySpirit. Im Grazer Rathaus stehen ein Workshop und eine Publikumsveranstaltung im Gemeinderatssaal zum Thema „Jugend und digitale Räume" auf dem Programm, gefolgt von Besuchen auf der Universität und der PPH Augustinum. Der Konferenz-Teil in Wien, der am 29. April an der Universität Wien folgt, befasst sich mit dem Thema "Umgang mit religiöser Vielfalt".
Der indonesischen Delegation gehören Vertreter:innen von Politik und Verwaltung sowie von Universitäten an. Grundsätzlich sollen politische Institutionen, Personen aus der Zivilgesellschaft und Wissenschaft aus beiden Ländern zusammengeführt werden mit dem Ziel, sich auszutauschen und von einander zu lernen. Konkret wurden „Best practise"-Projekte präsentiert, darunter ein christlich-islamisches Teamteaching oder der Interreligiöse Beirat der Stadt Graz.
Bürgermeisterin Elke Kahr betonte die in der Friedens- und Menschenrechtsstadt Graz gelebte Praxis des interreligiösen Dialogs. Vor heuer 20 Jahren wurde der interreligiöse Beirat ins Leben gerufen - ihm gehören 19 Kirchen und praktisch alle in Österreich anerkannten Glaubensgemeinschaften an. Ein beachtenswertes und von der Bevölkerung sehr positiv angenommenes gemeinsames Projekt ist der „Tag der Religionen", der heuer am 27. September stattfindet.
