
Die vertiefte Machbarkeitsstudie zur Modernisierung des Stadion Graz Liebenau wurde mit 12. Mai 2026 fertiggestellt. Die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengefasst.
Die erste Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2025 untersuchte einen maximalen Ausbau des Stadions entsprechend der Anforderungen der Vereine. Das Ergebnis war technisch umsetzbar, die Kosten lagen jedoch bei rund 120 Millionen Euro plus etwa 30 Millionen Euro für notwendige Grundstücksankäufe.
Aufbauend auf die neu definierte Budgetvorgabe von 60 bis 70 Mio. Euro, wurde die Stadtbaudirektion beauftragt, ein deutlich reduziertes Maßnahmenpaket zu entwickeln.
Geplant sind künftig rund 15.700 Sitzplätze. Durch flexible Steh-/Sitzplatzlösungen könnten bei nationalen Spielen insgesamt rund 20.100 Zuschauer:innen Platz finden.
Ja. Das Stadion soll weiterhin als gemeinsames Fußballstadion von SK Sturm Graz und GAK 1902 genutzt werden.
Das modernisierte Stadion soll weiterhin für Bundesliga-Spiele sowie internationale UEFA-Bewerbe geeignet sein.
Geplant sind unter anderem:
- Absenkung des Spielfeldes um rund 1,5 Meter
- Wegfall des Stadiongrabens
- Erweiterung um 3 Sitzreihen nach unten
- neuer VIP- und Hospitality-Bereich im Westen
- neue Kiosk-, Gastro- und Sanitärbereiche
- Neuorganisation der Medien- und Kamerabereiche
- Verbesserung der Fantrennung
- Schallschutzmaßnahmen
- umfassende haustechnische und elektrotechnische Modernisierung
Große Teile der bestehenden Tribünen im Norden, Osten und Süden inklusive Dach sollen erhalten bleiben. Die westliche Tribüne bleibt zwar ebenfalls bestehen, der Hospitalitybereich, Skyboxen und die westliche Dachkonstruktion werden aber neu ergänzt.
Ja. Die Modernisierung sieht umfassende Maßnahmen zur Barrierefreiheit inklusive entsprechender Sitzplätze für Menschen mit Behinderung und Begleitpersonen vor.
Die neue Studie setzt bewusst auf die Modernisierung des bestehenden Stadions. Dadurch können große Teile der vorhandenen Infrastruktur weiter genutzt werden. Gleichzeitig reduziert das Konzept die Kosten deutlich und vermeidet zusätzliche umfangreiche Grundstücksankäufe. Eine Genehmigung für einen Neubau wäre nicht möglich.
Laut externer Kostenprüfung liegen die geschätzten Errichtungskosten für den Zu- und Umbau bei rund 60 Millionen Euro netto ohne Valorisierung und damit innerhalb des von Stadt Graz und Land Steiermark vorgegebenen Kostenrahmens.
Die Finanzierung ist noch nicht final geklärt. Im nächsten Schritt sollen gemeinsam mit dem Land Steiermark, den Vereinen und der Stadion Graz Liebenau GmbH die wirtschaftlichen Grundlagen für ein nachhaltiges Betriebs- und Finanzierungskonzept erarbeitet werden.
Im Gemeinderat vom 21. Mai 2026 soll der Grundsatzbeschluss zur weiteren Projektentwicklung gefasst werden.
Danach werden:
- die Finanzdirektion die wirtschaftlichen Grundlagen und vertraglichen Rahmenbedingungen als Basis des Planungsbeschlusses erarbeiten
- die Stadtbaudirektion den Planungsbeschluss für Herbst 2026 vorbereiten.
Erst danach können weitere konkrete Planungs- und Genehmigungsschritte erfolgen.
Nein. Die Studie stellt eine technische Machbarkeitsprüfung dar. Detailfragen zu Genehmigungen, Bewilligungen und konkreten Bauabläufen können erst im Zuge weiterer Planungsschritte geprüft werden.
