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Aktuelles aus dem Stadtsenat

Ausgewählte Beschlüsse aus der Sitzung vom 5. Juni 2026

05.06.2026

Unterstützung für Jugend- und Kulturzentrum Explosiv

Das Grazer Jugend- und Kulturzentrum Explosiv ist durch den Wegfall von Förderungen des Landes Steiermark mit großen Schwierigkeiten konfrontiert. Um die Weiterführung dieser wichtigen und einzigartigen Einrichtung so gut wie möglich abzusichern, gab der Stadtsenat 25.000 Euro zusätzlich zu den 50.000 Euro Förderung aus dem Kulturbudget einstimmig frei. Das Explosiv wurde im Jahr 1988 gegründet und entwickelte sich vom klassischen Jugendzentrum in der ersten Hälfte der 90er-Jahre zu einem unverzichtbaren Ort für die Grazer Musikszene abseits des Mainstreams. Gleichzeitig ist das Jugendzentrum am Bahnhofsgürtel auch ein Ort, an dem junge Menschen ohne Konsumzwang gemeinsam etwas unternehmen können, von kulturellen Aktivitäten bis zum gemeinsamen Kochen.

Popella - Inklusives Musikprogramm für Kinder

Der Verein Popella widmet sich der professionellen musikalischen Vermittlung für Kinder ab drei Jahren und ihre Familien mit Schwerpunkt auf populären Musikrichtungen. Neben Familienkonzerten veranstaltet der Verein seit 2022 jährlich ein Musikfestival mit Konzerten, Workshops und Mitmachangeboten sowie ein Weihnachtskonzert.

Ein besonderes Anliegen ist die kulturelle Teilhabe von Menschen mit Hörbeeinträchtigung. Daher werden ausgewählte Programmpunkte in die Österreichische Gebärdensprache übersetzt. Für die Finanzierung der dafür notwendigen Dolmetschleistungen wird Unterstützung benötigt. Der Stadtsenat gab dafür einstimmig 3.175 Euro frei.

Re-Activate – Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt

Das Projekt „Re-Activate" unterstützt Menschen nach längerer Erwerbslosigkeit beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Durch Beratung, Coaching und praktische Unterstützung bei Arbeitssuche und Bewerbungsprozessen werden das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt, psychosoziale Belastungen reduziert und berufliche Perspektiven geschaffen.Das Angebot umfasst Kompetenzerhebungen, Resilienztraining, Job-Beratung, Bewerbungsmanagement, Workshops, Einzelberatungen, Kleingruppenübungen und Praktika.

Im Vorjahr fanden 286 Beratungsgespräche statt, wodurch 22 Personen erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert werden konnten. Zudem erfolgten Vermittlungen an passende Angebote des AMS oder des Sozialministeriumservice. Zur Deckung der anfallenden Personal- und Mietkosten gab der Stadtsenat einstimmig 92.000 Euro frei.

Unterstützung für wohnungslose Menschen

Der Stadtsenat fördert zwei Projekte der Caritas zur Unterstützung wohnungsloser bzw. von Wohnungslosigkeit bedrohter Menschen und Familien mit insgesamt 96.900 Euro:

Betreute Übergangswohnungen
Das Projekt „Betreute Übergangswohnungen" stellt Menschen am Rande der Gesellschaft und wohnungslosen Personen befristeten Wohnraum mit sozialarbeiterischer Begleitung zur Verfügung. Ziel ist die Stabilisierung der Lebenssituation, die Sicherung des Wohnens sowie die Entwicklung nachhaltiger Wohnperspektiven und eines selbstbestimmten Lebens. Für 2026 sind rund 50 Übergangswohnungen vorgesehen. Zur Deckung der Personal- und Mietkosten werden finanzielle Mittel benötigt.

Familiennotschlafstelle FranzisCa
Familien, die von Obdach- oder Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht sind, stehen fünf bis sechs Familiennotwohnungen zur Verfügung. Durch sozialarbeiterische, sozialpädagogische und psychosoziale Begleitung werden die Familien bei der Stabilisierung ihrer Wohn- und Lebenssituation unterstützt. Die Betreuung umfasst unter anderem die Unterstützung bei Behördenwegen, finanziellen Fragen, Wohnungs- und Arbeitssuche sowie Erziehungsfragen. Ziel ist die nachhaltige Reintegration in eigenständige Wohn- und Lebensverhältnisse.

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