Evelyn Fasch, langjährige Mitarbeiterin der Stadt Graz und Leiterin der Organisation und Organisationsentwicklung in der Magistratsdirektion, verabschiedet sich nach 30 Jahren Dienst in den Ruhestand. Anlässlich ihres Abschieds präsentierte sie im Rathaus eine Ausstellung mit dem Titel "AUSLÖSER - Vom Impuls zum Bild". Die Ausstellung, eine Kombination aus Fotografie und Malerei, war eine Premiere in der Rathaus-Fotogalerie – der ältesten ihrer Art in der Stadt.
Fasch hat während ihrer Zeit bei der Stadt Graz wichtige Projekte wie die Einführung des elektronischen Akts und des betrieblichen Gesundheitsmanagements vorangetrieben. Ihre künstlerische Seite wurde von zahlreichen Gästen, darunter Vertreter aus Politik und Verwaltung, gewürdigt. Stadträtin Claudia Unger hob ihren Brückenschlag zwischen juristischen und künstlerischen Fähigkeiten hervor. Die Ausstellung zeigt vielfältige Inspirationen, von Naturbeobachtungen bis hin zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Fasch betont, dass sie sich für ihren Ruhestand keine großen Pläne macht, da sie Wichtiges nie aufgeschoben habe.

Es handelte sich um eine absolute Premiere am gestrigen späten Nachmittag: Erstmals war in der Fotogalerie des Rathauses, die übrigens die älteste Fotogalerie der Stadt ist, Malerei zu sehen - eine gekonnte Mélange aus Fotografie und Malerei. "Und weil diese beiden Bereiche auch viel gemeinsam haben, ist diese Ausstellung sehr willkommen", betonte Gerhard Gross von der Kulturvermittlung Steiermark bei der Eröffnung von "AUSLÖSER - Vom Impuls zum Bild".
Hinter den Kunstwerken, die bis 19. Juni im 2. Stock zu sehen sind, steht eine Persönlichkeit, die der Magistratsdirektion seit 22 Jahren eng verbunden und seit 30 Jahren im Dienst der Stadt Graz ist: Evelyn Fasch. Die Leiterin der Organisation und Organisationsentwicklun geht in wenigen Wochen in Pension und hinterlässt neben den zahlreichen beruflichen Spuren (Einführung des elektronischen Akts, Implementierung des betrieblichen Gesundheitsmanagements, Einführung von DIGRA etc.) nun auch künstlerische Spuren.
Brückenschlag zwischen Juristischem und Künstlerischem
Nicht verwunderlich also, dass zur Eröffnung sehr viele Gäste gekommen waren - Vertreter:innen aus Politik und Verwaltung, Kolleg:innen, Wegbegleiter:innen und Freund:innen.
Stadträtin Claudia Unger betonte in ihren Grußworten: "Evelyn Fasch hat Beste aus zwei Welten vereint: aus der juristischen und aus der künstlerischen. Wenn man mehrere Dinge im Leben hat, für die man brennt, dann eröffnet sich einem ein anderer Blick auf die Welt, auf die Details und die Dinge, die wichtig sind."
Dem konnte auch Martin Haidvogl zustimmen und streute der Magistratsdirektor Richtung Fasch Blumen: "Du hast den Brückenschlag zwischen Juristischem und Künstlerischen gemeistert. Zwischen den beiden gibt es Gemeinsamkeiten, dennoch braucht es dazu Kreativität. Die hast du in den vergangenen Jahrzehnten immer gezeigt. Du hast unglaublich viel weitergebracht, stets den Zug zum Tor bewiesen. Schmunzelnd fügte Haidvogl hinzu: "Auch wenn wir nicht immer der gleichen Meinung waren, konnten wir gut damit umgehen."
Vielfältige Inspirationsquellen
Evelyn Fasch zeigte sich gerührt von der Anwesenheit so vieler Gäste und berührenden Worten. Sie erinnert sich zurück: "Als ich 1995 zur Stadt wechselte, wollte ich was bewegen. Das denke ich, ist mir gelungen." Als Ausgleich zum Beruf hat sich Fasch immer schon kreativ betätigt - sei es bei der Gartengestaltung oder beim Nähen. Zur Malerei kam sie 2012: "Irgendwann verspürte ich den starken Impuls, mir eine Leinwand und Farben zu kaufen. So entstand mein erstes Bild." Von Anfang an haben sie Strukturen, hergestellt aus verschiedenen Materialien, fasziniert. "Meine Inspiration finde ich in vielfältigen Quellen: von der Beobachtung der Natur über die Ästhetik von bröckelnden Hausfassaden und Lost Places bis hin zu eindrucksvollen Zitaten und Gedanken zum aktuellen Zeitgeschehen."
Für den neuen Lebensabschnitt schmiedet Evelyn Fasch keine großen Pläne, denn: "Was mir wichtig war, habe ich nie aufgeschoben."
