Der 12. Juni 2026 war ein ganz besonderer Tag für das Rote Kreuz Steiermark. Es präsentierte nämlich nicht nur seine Bilanz der Menschlichkeit für das vergangene Jahr, sondern eröffnete auch gleichzeitig die neue Landeszentrale in der Herrgottwiesgasse 281 in Graz-Puntigam. Im Beisein von hunderten Mitarbeiter:innen und höchsten politischen Vertreter:innen wurde das rote Band vom steirischen Rotkreuz-Präsident Siegfried Schrittwieser durchgeschnitten und die Eröffnung im feierlichen Rahmen offiziell vollzogen.






Bevor die Festreden starteten, fand in der neuen Landeszentrale erstmals eine Generalversammlung statt. Das Rote Kreuz Steiermark schlägt damit ein neues Kapitel auf, denn die Leitungen aller operativen Einheiten sowie sämtliche administrative Bereiche sind nun in einem Haus gebündelt. Somit wurden zehn bisher getrennte Standorte in einem modernen Kompetenzzentrum zusammengeführt. Das reduziert langfristig Kosten, verkürzt Wege und schafft klare Synergien - ein Konzept, das wesentlich dazu beiträgt, Effizienz, Qualität und Versorgungssicherheit weiter zu steigern.
Haus der Menschlichkeit
„Die Rotkreuz-Landeszentrale ist ein wichtiges Gemeinschaftsprojekt für die steirische Bevölkerung, für unsere Rotkreuz-Bezirke und für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie ist ein Ort der Begegnung, der Zusammenarbeit und des Miteinanders - ein Haus der Menschlichkeit, das unsere Werte sichtbar und erlebbar macht. Moderne Arbeitsplätze, gezielt geschaffene Begegnungszonen und eine nachhaltige Bauweise unterstreichen diesen Anspruch. Ohne die große Unterstützung durch das Land Steiermark, die Stadt Graz und unsere Rotkreuz-Bezirke wäre die Umsetzung in dieser Form nicht möglich gewesen. Dafür gilt allen Beteiligten unser herzlicher Dank", so Rotkreuz-Präsident Schrittwieser.
Die Umsetzung dieses für die Versorgungssicherheit der steirischen Bevölkerung zentralen Projekts wäre ohne die breite Unterstützung der öffentlichen Hand nicht möglich gewesen. Das Vorhaben wurde gemeinsam vom Land Steiermark, der Stadt Graz und dem Roten Kreuz getragen. Die Gesamtprojektkosten in Höhe von 45 Millionen Euro werden von allen drei Partnern zu gleichen Teilen finanziert.
Eröffnung im Beisein höchster politischer Vertreter:innen
Unter den Ehrengästen fanden sich etwa Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom, LAbg. und Präsident des Zivilschutzverbandes Marco Triller, Landesrat Karlheinz Kornhäusl, die Dritte Präsidentin zum Landtag Steiermark Helga Ahrer, StR Manfred Eber (i. V. für Bürgermeisterin Elke Kahr), StRin Claudia Unger (i. V. für StR Kurt Hohensinner, LAbg. Johannes Schwarz, Alt-Bürgermeister Siegfried Nagl, Landeshauptmann a. D. Christopher Drexler und andere mehr, die gemeinsam mit Rotkreuz-Präsident Schrittwieser, seinem Vorgänger Gerald Schöpfer sowie Rotkreuz-Landesgeschäftsführer Helmut Schellnegger und dessen Stellvertreterin Silke Jungbauer im Beisein hunderter Rotkreuz-Mitarbeiter:innen das rote Band durchschnitten und das Haus damit ganz offiziell eröffneten. „Ein wichtiger Meilenstein für die langfristige Versorgungssicherheit der Bevölkerung und ein Zukunftsprojekt, das Realität geworden ist", freute sich Präsident Schrittwieser.
Statements
Manuela Khom, Landeshauptmann-Stellvertreterin: „Mit der neuen Landeszentrale in Graz-Puntigam erhält das Rote Kreuz Steiermark mit seinen vielen ehrenamtlichen wie hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erstmals eine zentrale, moderne Landeszentrale. In einer gemeinsamen Kraftanstrengung schaffen wir so optimale Voraussetzungen für die Koordination von Ausbildung und Einsätzen. Das Land Steiermark hat dieses zukunftsweisende Projekt bewusst mitfinanziert, weil das Rote Kreuz seit Jahrzehnten ein unverzichtbarer und verlässlicher Partner für die Gesundheit und Sicherheit der Steirerinnen und Steirer ist. Die neue Landeszentrale ist daher nicht nur eine Investition in eine moderne Infrastruktur, sondern vor allem in die bestmögliche Versorgung der Steirerinnen und Steirer im Ernstfall."
Karlheinz Kornhäusl, Gesundheitslandesrat: „Als ehemaliger Notarzt weiß ich, wie entscheidend das Zusammenspiel aller Einsatzkräfte ist, wenn jede Minute zählt. Die neue Landeszentrale des Roten Kreuzes schafft dafür beste Voraussetzungen: Moderne Infrastruktur, kurze Wege und eine leistungsfähige Leitstelle stärken die Organisation und kommen letztlich den Menschen in der Steiermark zugute. Dass hier viele bisher getrennte Bereiche an einem Standort zusammengeführt werden, ist ein wichtiger Schritt für noch mehr Effizienz und Versorgungssicherheit."
Elke Kahr, Bürgermeisterin der Stadt Graz: „Das Rote Kreuz leistet unverzichtbare und wertvolle Arbeit. Sie ist nur möglich, weil Tausende als Zeichen der Solidarität und der Nächstenliebe helfen, wo es nötig ist. Das ist auch für die Grazerinnen und Grazer ganz wichtig, denn ohne die vielen Angebote des Roten Kreuzes würde vieles in unserer Gesellschaft einfach nicht funktionieren. Deshalb hat die Stadt einen substanziellen Beitrag für die neue Landeszentrale geleistet - in Wertschätzung und Anerkennung der Arbeit, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Roten Kreuzes tagtäglich geleistet wird."
