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Essbare Stadt Graz

Das Konzept der "essbaren Stadt" trägt zu Wissen und Bewusstseinsbildung hinsichtlich der Produktion von Lebensmitteln bei. Obstbäume in Parks, entlang von Straßen und Bächen können frei beerntet werden. Ergänzt wird dieses Angebot durch Gemeinschaftsgärten, wo Wissensaustausch und gemeinsames Pflanzen und Ernten den Gemeinschaftssinn stärken. Die Stadt Graz fördert damit nicht nur die Biodiversität, sondern auch den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Die Mundraub-App unterstützt die Suche nach Obstbäumen und bietet detaillierte Informationen. Die Ernte ist für alle erlaubt, wobei auf die Einhaltung angemessener Mengen geachtet werden sollte.

 

Die „essbare Stadt Graz" folgt einem Konzept, das Natur, Ernährung und urbanes Leben miteinander verbindet. Die Idee der "edible City" stammt ursprünglich aus dem englischsprachigen Raum und ist bereits in vielen österreichischen Städten und Gemeinden umgesetzt worden. Ziel ist es, öffentliche Grünflächen nicht nur als Erholungsräume zu nutzen, sondern sie auch für die Ernte von Obst und Gemüse zugänglich zu machen.

In Parks, entlang von Straßen oder auf freien Flächen wachsen Obstbäume, die frei beerntet werden können. Urban Gardening Flächen (Gemeinschaftsgärten) ergänzen das Angebot für kleinere Gemeinschaften (meist Vereine), die hier Wissen und Praxis der Lebensmittelproduktion anwenden und austauschen können.

Die Stadt Graz verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der ökologische und soziale Aspekte miteinander vereint.

Die Förderung der Biodiversität, der bewusste Umgang mit Ressourcen sowie die Stärkung und Bewusstseinsbildung bezüglich der lokalen und regionalen Versorgung mit Lebensmitteln spielen eine zentrale Rolle.

Gleichzeitig schafft die essbare Stadt neue Möglichkeiten der Begegnung: Menschen können gemeinsam pflanzen, ernten und ihr Wissen über Lebensmittel und Natur austauschen. Dadurch wird nicht nur das Umweltbewusstsein gestärkt, sondern auch der soziale Zusammenhalt in der Stadt gefördert.

In Graz zeigt sich damit, wie urbane Räume nachhaltig gestaltet werden können - als lebenswerte Orte, die Natur erlebbar machen und Zugang und Wissen über frische, regionale Lebensmittel für alle ermöglichen.

Gemeinschaftsgarten Annenviertel im VolksgartenGemeinschaftsgarten Gartenzwerge SchwimmschulkaiGemeinschaftsgarten Rechbäuer:innen in der RechbauerstraßeGemeinschaftsgarten Santa Garterina im ORF ParkGemeinschaftsgarten Gaia Gartenberg im Naschgarten BergstraßeGemeinschaftsgarten Kalvariengarten am KalvarienbergGemeinschaftsgarten im Dagmar-Grage-ParkGemeinschaftsgarten Vielfalter im Anna-Cadia-Park

 

Beim gemeinschaftlichen Gärtnern schließen sich Menschen zusammen, um in der Stadt Pflanzen anzubauen und Grünräume aktiv zu gestalten. Dabei entstehen Gemeinschaftsgärten, in denen Obst, Gemüse, Kräuter und Blumen gemeinsam gepflegt und geerntet werden.

Beim gemeinschaftlichen Gärtnern schließen sich Menschen zusammen, um in der Stadt Pflanzen anzubauen und Grünräume aktiv zu gestalten. Dabei entstehen Gemeinschaftsgärten, in denen Obst, Gemüse, Kräuter und Blumen gemeinsam gepflegt und geerntet werden.

Im Mittelpunkt steht nicht nur die Ernte, sondern vor allem das Miteinander: Menschen lernen sich kennen, tauschen Erfahrungen aus und stärken den sozialen Zusammenhalt in ihrer Nachbarschaft.

Gleichzeitig trägt das gemeinsame Gärtnern zu einem bewussteren Umgang mit Natur und Umwelt bei. Die Beteiligten erwerben Wissen über Pflanzen, ökologische Zusammenhänge und nachhaltige Anbaumethoden.

Neben praktischen Fähigkeiten entstehen auch immaterielle Werte: Gemeinschaftssinn, Verantwortungsgefühl und Freude an gemeinsamer Arbeit. Die Gärten sind oft öffentlich zugänglich und sollen als offene Orte für Begegnung und Austausch dienen.

Insgesamt verbindet das gemeinschaftliche Gärtnern ökologische, soziale und persönliche Aspekte und trägt dazu bei, urbane Räume lebenswerter und nachhaltiger zu gestalten. Mehr Infos unter: graz.at/gemeinschaftsgärten

In vielen Parks und Grünflächen, teils auch entlang von Straßen findet man Obstbäume, deren Obst gerne geerntet werden kann. Bislang waren diese Bäume nur im Baumkataster abrufbar. Um die Obstbäume leichter zu finden, wurde der Bestand der Stadt Graz in die "Mundraub-App" übernommen. Obstbäume im öffentlichen Raum sind nicht nur ein Beitrag zur Ernährungssouveränität, sondern auch wichtig für die Biodiversität​. Besonders bestäubende Insekten profitieren von heimischen Obstbäumen und -sträuchern.

Die Mundraub-App zeigt Fundorte von frei nutzbaren Obstbäumen, Sträuchern, Nüssen und Kräutern auf einer interaktiven Karte an und ermöglicht es Nutzer*innen, neue Standorte einzutragen oder bestehende zu pflegen. Mundraub ist die größte Plattform für essbare Landschaften im deutschsprachigen Raum und fördert, dass Menschen verantwortungsvoll ernten, teilen und sich für den Erhalt der Obstkultur engagieren.

Gerade in Graz, wo nachhaltige Initiativen stark wachsen, hilft die App dabei, Obstbäume zu entdecken, die sonst ungenutzt bleiben würden. Viele dieser Bäume stehen auf Haus-Graz-Flächen und dürfen legal abgeerntet werden. Von der freien Beerntung ausgenommen bleiben Obstbäume in Kindergärten und Schulen. Die App ist ein echtes Schatzkisterl für alle, die regionale und saisonale Lebensmittel schätzen.

​Praktische Zusatzfeatures: Filter nach Obstsorte​, Erntezeitpunkt, Informationen zu den Sorten, Erkennungsmerkmale, Verwendungshinweise.​

Die App kann in gängigen Appstores heruntergeladen werden. Der Bestand ist auch auf mundraub.org abrufbar.​

In vielen Grazer Parks findet man Obstbäume. Einen guten Überblick liefert die Mundraub-App. In folgenden Parks gibt es besonders viele Obstbäume:

Andritzer Obst- und Naschgarten
Anna-Cadia-Park
Dagmar-Grage-Park
Oeverseepark
Parkanlage Sandgasse
ORF Park
Maria-Cäsar-Park
Martha-Stadler-Park
Naschgarten Bergstraße

Aber auch in den meisten anderen Parks, entlang vieler Straßen und Gewässer gibt es Obstbäume, ein Blick in die Mundraub-App lohnt sich!

Gemeinschaftsgärten: Wer darf ernten?

Die Gemeinschaftsgärtner:innen kümmern sich um das Anpflanzen und um die Ernte. Bei den meisten Gemeinschaftsgärten gibt es einen öffentlichen Bereich, bei dem auch Besucher naschen dürfen.

Obstbäume in Parks, entlang von Straßen und Bächen: Wer darf ernten?

Ernten darf grunsätzlich jede/r in haushaltsüblichen Mengen. Hier darf ruhig der Hausverstand eingeschaltet werden. Absprachen unter Anrainer:innen und im Stadtteil sind erwünscht. 

Obstbäume in Parks, entlang von Straßen und Bächen: Wann darf geerntet werden?

Die beste Erntezeit findest du in der Mundraub-App. Allerdings werden manche Obstsorten auch unreif verwendet: so z.B. Walnüsse für einen Walnuss-Likör. 

Obstbäume in Parks, entlang von Straßen und Bächen: Wie darf geerntet werden?

Die beste Ernte ist das Pflücken. Fallobst am Boden kann natürlich aufgesammelt werden, allerdings ist dieses dann aufgrund von Druckstellen nicht mehr gut lagerfähig. Die Ernte mit Gerätschaften oder einer Leiter erfolgt jedenfalls auf eigene Gefahr!

Obstbäume in Parks, entlang von Straßen und Bächen: Was passiert mit nicht geerntetem Obst?

Nicht geerntetes Obst fällt zu Boden und kann dort zum vermehrten Auftreten von Wespen beitragen. Daher ist es sinnvoll, auch das herabgefallene Obst zu ernten bzw. zu entfernen.

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