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Gemeinderatswahl 2026: alle Infos im Live-Ticker

26.06.2026
Am 28. Juni schreitet Graz zu den Wahlurnen. Hier finden Sie alle Infos rund um den Wahlsonntag.
Am 28. Juni schreitet Graz zu den Wahlurnen. Hier finden Sie alle Infos rund um den Wahlsonntag.© Adobe Stock/Pixelshot

Graz schritt am heutigen Sonntag, dem 28. Juni 2026, zu den Wahlurnen. Gewählt wurde der Gemeinderat, die Bezirksvertretungen und der Migrant:innenbeirat der Stadt Graz. Alle Informationen dazu im Live-Ticker.

19:35 Uhr: Alle Sprengel sind ausgezählt

Vorläufiges Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2026
Vorläufiges Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2026© Stadt Graz

Alle 279 Sprengel sind ausgezählt, hier das vorläufige Wahlergebnis. Jene Briefwahlstimmen, die bis Freitag dieser Woche nicht bei der Stadtwahlbehörde einlangten, werden am morgigen Montag, dem 29. Juni, ausgezählt und fließen in das endgültige Wahlergebnis mit ein. Auch die Ergebnisse der Bezirksratswahl und der Migrant:innenbeiratswahl werden im Laufe des morgigen Tages veröffentlicht.

18:05 Uhr: Pressekonferenz zu den vorläufigen Ergebnissen

Statements der Spitzenkandidat:innen

An einem der bisher heißesten Tage schritten die Grazer:innen am heutigen 28. Juni zu den Wahlurnen. Mit 51,82 Prozent verzeichnete die Stadt die schlechteste Wahlbeteiligung aller Zeiten, die noch den historischen Tiefstand von 54 Prozent der letzten Wahl im Jahr 2021 unterbot. Kurz nach 18 Uhr fanden sich die Spitzenpolitiker:innen jener fünf Parteien, die es in den Gemeinderat schaffen werden, im Media Center des Rathauses ein, um ihre Statements zum Wahlergebnis bekanntzugeben. Dieses stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht endgültig fest, waren doch bis dato etwa rund 84 Prozent der Stimmen ausgezählt. 

Das Zwischenergebnis (Auszählungsgrad 235 von 279 Sprengeln):

FPÖ: 12,72 %
ÖVP: 24,59 %
SPÖ: 5,91 %
Grüne: 14,36 %
NEOS: 4,59 %
KPÖ: 36,22 %
DBÖ: 0,1 %
KFG: 0,76 %
GZA: 0,22 %
PIRAT: 0,25 %
MFG: 0,29 %

Elke Kahr (KPÖ): 
Ich bin sehr erleichtert und glücklich, dass wir unser außerordentlich gutes Ergebnis der letzten Wahl noch einmal bestätigen konnten. Wir konnten damit zeigen, wie großartig unsere Kolleginnen und Kollegen gearbeitet haben. Ich selbst habe den Auftrag so verstanden, an der Seite der Bevölkerung zu sein. Wir waren immer bemüht, Lösungen zu finden. Mit der Koalition war eine produktive Zusammenarbeit immer möglich, dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Die Bevölkerung hat unsere Arbeit gutiert, das ist für mich ein Auftrag, auch die kommenden fünf Jahre im Sinne der Grazerinnen und Grazer weiterzuarbeiten.

Kurt Hohensinner (ÖVP):
Wir haben unser Ergebnis auch ohne Bürgermeisterbonus halten können. Das ist für uns ein Auftrag, dass wir an den Themen dran bleiben - wie einer starken Innenstadt, einem Gesamtkonzept für den Verkehr oder unseren bildungspolitischen Anliegen.

Judith Schwentner (Grüne):
Wir haben eine große Aufholjagd hingelegt, in den Umfragen waren wir ja weit hinten. Ich bin sehr zufriden mit dem Ergebnis, das wahrscheinlich das zweitbeste ist, das die Grünen in Graz je hatten. Wir haben in diesem Wahlkampf viel gemacht, tausende Haustüren besucht, in den Bezirken und auf der Straße Gespräche geführt ... Wir würden in den kommenden fünf Jahren gerne wieder mitgestalten und würden uns freuen, wieder Verantwortung übernehmen zu können - für noch mehr Grün, Parks und Bäume, für Geh- und Radwege. Es gibt viel zu tun, wir sind bereit dafür!#

René Apfelknab (FPÖ):
Wir sind die zweite Partei, die ein Plus vorne stehen hat. Das heißt: Wir sind wieder da, das stimmt mich positiv. Wir werden eine kantige Oppositionspolitik machen, ich freue mich schon auf die Arbeit!

Doris Kampus (SPÖ):
Es ist ein schmerzhafter Tag für die SPÖ und eine herbe Enttäuschung, dass wir unser Wahlziel nicht erreicht haben. Wir haben den Grazerinnen und Grazern mit den Themen Gesundheit und Pflege ein Angebot gemacht, das sie nicht angenommen haben. Morgen tagt der Parteivorstand, da werden dann die nächsten Schritte festgelegt.

Philipp Pointner (NEOS):
Wir konnten unsere zwei Mandate stabil halten, haben aber das Wahlziel eines dritten nicht erreicht. Das tut natürlich weh. Ich danke allen Wählerinnen und Wählern, die uns den Auftrag gegeben haben, weiterhin ein Stachel im Fleisch der Mächtigen und Fürsprecher für beste Bildung und unternehmerisches Leben zu sein. Dafür stehen wir weiterhin.

Die Spitzenkandidat:innen: Elke Kahr, Judith Schwentner, Kurt Hohensinner, René Apfelknab, Doris Kampus und Philipp Pointner (v. l.)Simone Koren-Wallis moderierte die Pressekonferenz.Großes Interesse der Medienvertreter.innen

17:18 Uhr: vorläufiges Ergebnis

101 von 279 Sprengeln sind ausgezählt, so präsentiert sich das vorläufige Ergebnis.

Vorläufiges Ergebnis

16:00 Uhr: Schließen der Wahllokale

Um 16 Uhr schlossen die Wahllokale. Derzeit ermitteln die Wahlbehörden das vorläufige Ergebnis der Gemeinderatswahl. Erste Auszählungen finden Sie demnächst unter wahlergebnis.graz.at, um ca. 18 Uhr treten die Spitzenkandidat:innen der Parteien vor die Kamera. 

Alle Informationen zur Graz-Wahl 2026:

Wer wird gewählt?

Gleichzeitig zur Gemeinderatswahl (weißer Stimmzettel) kann man auch das Kreuzerl für die eigene Bezirksvertretung (gelber Stimmzettel) machen - beide Stimmzettel werden im Kuvert in die Wahlurne eingeworfen. Zudem stimmen Nicht-EU-Bürger:innen über ihre politische Interessensvertretung, den Migrant:innenbeirat der Stadt Graz, ab.

Wann wird gewählt?

Sonntag, 28. Juni 2026, von 7 bis 16 Uhr

Da für den Wahlsonntag sehr hohe Temperaturen angesagt sind, empfiehlt es sich besonders für ältere Menschen und jene mit Herz-Kreislauf-Problemen möglichst früh die Stimme abzugeben.

Wer ist wahlberechtigt?

Wer die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedsstaates besitzt, am 17. April 2026 den Hauptwohnsitz in Graz hatte und spätestens am Wahlsonntag, dem 28. Juni, den 16. Geburtstag feiert, kann für den Gemeinderat und den Bezirksrat abstimmen. Es sind dies 225.883 Unionsbürger:innen. Den Migrant:innenbeirat wählen jene 40.088 Grazer:innen, die keine EU-Staatsbürgerschaft haben.

Wo wird gewählt?

Die Wahl des Gemeinderates, des Bezirksrates sowie des Migrant:innenbeirates ist am 28. Juni in 279 ordentlichen Wahlsprengel möglich, alle sind barrierefrei zugänglich. Die Information zu Ihrem zuständigen Wahllokal finden Sie auf der amtlichen Wahlinformation, die Ihnen von der Stadt Graz zugeschickt wurde. Bringen Sie diese gerne zur Wahl mit! Sie können aber auch die Online-Wahllokalsuche nutzen.

Wie viele Parteien befinden sich am Stimmzettel für die Gemeinderatswahl?

Amtlicher Stimmzettel (Muster)
Amtlicher Stimmzettel (Muster)© Stadt Graz

Elf Parteien: FPÖ, ÖVP, SPÖ, GRÜNE, NEOS, KPÖ, DBÖ, KFG, GAZA, PIRAT und MFG

Listenplatz:
Wer an erster Stelle des Wahlzettels steht, hängt vom Ergebnis der letzten Landtagswahl ab. Nach den Fixgereiten (Platz 1 bis 6) werden die Übrigen nach dem Einbringungszeitpunkt des Wahlvorschlags gereiht. In der zweiten Spalte des amtlichen Stimmzettels haben Sie die Möglichkeit, Ihr Kreuzerl in den Kreis neben der Partei, die Sie wählen möchten, zu setzen.

Vorzugsstimme:
In der letzten Spalte des amtlichen Stimmzettels fndet sich der Platz für den Namen und die Reihungsnummer der gewünschten Kandidatin:des gewünschten Kandidaten jener Partei, die man gewählt hat. Die Liste der Kandidat:innen liegt im Wahllokal auf.

Was muss man mitbringen?

Einen amtlichen Lichtbildausweis (Reisepass, Personalausweis oder Führerschein). Digitale Ausweise werden nicht akzeptiert!

Kann ich meine Briefwahlunterlagen jetzt noch abgeben?

Ja, Sie können diese bis zum Wahlsonntag um 9 Uhr in einen Briefkasten in Graz werfen, im Anschluss folgt eine Sonderentleerung durch die Post. Achten Sie darauf, dass die Briefwahlunterlagen unterschrieben und zugeklebt sind! Notfalls ist auch eine Abgabe bis 16 Uhr in einem Wahlsprengel möglich. Unterlagen, die bis zum Schließen der Wahllokale in den Sprengeln nicht übermittelt werden, fließen nicht in die Auszählung ein!

Wie werden die Mandate ermittelt?

Um in den Gemeinderat einziehen zu können, braucht eine Partei genau so viele Stimmen, dass sie bei der rechnerischen Mandatsverteilung mindestens ein Mandat erhält. Die zu vergebenden Gemeinderatssitze werden auf alle bei der Wahl teilnehmenden Parteien und Listen mittels der sogenannten Wahlzahl verteilt. Diese ergibt sich aus dem d‘Hondtschen Wahlverfahren: Die Parteistimmen werden der Größe nach nebeneinandergeschrieben. Jede Summe wird erst durch zwei, dann durch drei, durch vier, durch fünf ... dividiert und die Ergebnisse danach der Größe nach geordnet. Das geht bis 48 (Sitze im Grazer Gemeinderat). Die achtundvierziggrößte Zahl ist die Wahlzahl. Jede Partei erhält so viele Mandate, wie die Wahlzahl in ihrer Parteisumme enthalten ist.

Nach welchen Kriterien werden die Ressorts verteilt?

Die Ressortverteilung der siebenköpfigen Stadtregierung (Stadtsenat) erfolgt über das gesetzliche Proporzsystem. Dabei stehen den Parteien entsprechend ihrem Anteil an den Gemeinderatssitzen automatisch Stadträt:innen zu (je mehr Stimmen, desto mehr Stadtregierungsmitglieder; bei der Ermittlung der Mandate für den Stadtsenat ist die Wahlzahl übrigens die siebengrößte). Die Ressorts werden nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, also nach dem Stärkeverhältnis, verteilt.

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Ihre Kommentare (2)

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  • Abteilung für Kommunikation, 28.06.2026,
    Mandatsermittlung und Ressortverteilung

    Sehr geehrter Herr Ziegelbecker!

    Um in den Gemeinderat einziehen zu können, braucht eine Partei genau so viele Stimmen, dass sie bei der rechnerischen Mandatsverteilung mindestens ein Mandat erhält. Die zu vergebenden Gemeinderatssitze werden auf alle bei der Wahl teilnehmenden Parteien und Listen mittels der sogenannten Wahlzahl verteilt. Diese ergibt sich aus dem d‘Hondtschen Wahlverfahren: Die Parteistimmen werden der Größe nach nebeneinandergeschrieben. Jede Summe wird erst durch zwei, dann durch drei, durch vier, durch fünf ... dividiert und die Ergebnisse danach der Größe nach geordnet. Das geht bis 48 (Sitze im Grazer Gemeinderat). Die achtundvierziggrößte Zahl ist die Wahlzahl. Jede Partei erhält so viele Mandate, wie die Wahlzahl in ihrer Parteisumme enthalten ist.

    Die Ressortverteilung der Stadtregierung (Stadtsenat) erfolgt über das gesetzliche Proporzsystem. Dabei stehen den Parteien entsprechend ihrem Anteil an den Gemeinderatssitzen automatisch Stadträt:innen zu (je mehr Stimmen, desto mehr Stadtregierungsmitglieder; bei der Ermittlung der Mandate für den Stadtsenat ist die Wahlzahl übrigens die siebengrößte). Die Ressorts werden nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, also nach dem Stärkeverhältnis, verteilt.

    Liebe Grüße,
    Ihr Team von Graz online
  • Rudolf Ziegelbecker, 27.06.2026,
    Da fehlen 2 Dinge

    Was mir fehlt, ist die Information, ob es eine Hürde für den Einzug einer wahlwerbenden Gruppe in den Gemeinderat gibt und nach welchen Kriterien nach der Wahl die Sitze und die Ressorts verteilt werden. Schließlich interessiert weniger, wo man sein Kreuzerl macht, sondern was die eigene Stimme bewirken könnte.