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Für eine Welt ohne Atomwaffen

Der 8. Juli ist Flaggentag der weltweiten Vereinigung „Mayors for Peace“

07.07.2026
"Frieden" prangt es vor dem Grazer Rathaus.
"Frieden" prangt es vor dem Grazer Rathaus.© Amt der Bürgermeisterin

Der 8. Juli ist Flaggentag der Vereinigung „Mayors for Peace". An diesem Tag machen die Mitglieder der 1982 vom damaligen Bürgermeister von Hiroshima gegründeten Organisation, der auch Bürgermeisterin Elke Kahr gemeinsam mit weltweit ca. 8000 Kolleginnen und Kollegen angehört, auf die Bedeutung von Friedenspolitik aufmerksam. An diesem Tag wird das Grazer Rathaus mit einer Friedensfahne beflaggt.

Der Tag erinnert an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996. Dieser stellte damals fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstößt. Zudem stellte der Gerichtshof fest, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung besteht, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen."

Ein friedliches Miteinander der Staaten ist mehr als ein frommer Wunsch. Gerade angesichts der Zunahme und Intensivierung bewaffneter Konflikte in aller Welt und der Drohung des Einsatzes von Kernwaffen ist die Bemühung um eine friedliche Lösung von internationalen Konflikten eine Überlebensfrage der Menschheit.

Bürgermeisterin Elke Kahr: „Frieden ist leider keine Selbstverständlichkeit. Wir können seine Bedeutung erst wirklich begreifen, wenn er bedroht ist. Die Kriege und Konflikte, die uns täglich erreichen - in der Ukraine, im Nahen Osten, im Iran und in anderen Regionen, führen uns vor Augen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Dazu kommt das Zerstörungspotenzial von Atomwaffen und einer immer stärker ausufernden weltweiten Aufrüstungspolitik, die in immer mehr Ländern auch den sozialen Frieden bedroht. Lebensgrundlagen werden zerstört, Millionen Menschen sind auf der Flucht. Gerade deshalb ist Frieden wichtiger denn je. Diplomatie und internationale Zusammenarbeit müssen wieder mehr Gewicht bekommen. Wir dürfen die Welt nicht den Despoten und Kriegstreibern überlassen."

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