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Wo Graz ins Schwitzen kommt: Spezialflug macht Hitze sichtbar

Am 30. und 31. Juli liefern Spezialflüge über Graz wichtige Daten

29.07.2026
Thermalbefliegung aus 2021 – Innenstadtbereich
Thermalbefliegung aus 2021 – Innenstadtbereich© Stadtvermessungsamt Graz
Thermalbefliegung aus 2021 – Bereich um den Hauptbahnhof
Thermalbefliegung aus 2021 – Bereich um den Hauptbahnhof© Stadtvermessungsamt Graz

Wo staut sich die Hitze, wo sorgen Grünflächen für Abkühlung? Am 30. und 31. Juli liefern Spezialflüge über Graz wertvolle Daten für die Stadt von morgen.

Während viele Grazer:innen an diesen heißen Sommertagen die Hitze am eigenen Leib spüren, macht die Stadt sie nun auch sichtbar. Ein mit modernster Sensortechnik ausgestattetes Flugzeug wird am 30. Und 31. Juli über Graz unterwegs sein. Im Auftrag des Stadtvermessungsamtes werden dabei Thermalscanner-Befliegungen durchgeführt. Ziel ist es, die Temperaturverteilung im Stadtgebiet so genau wie möglich zu erfassen - insbesondere während einer Hitzeperiode. Hotspots und besonders stark aufgeheizte Bereiche werden dadurch identifiziert. Gleichzeitig wird sichtbar, welche Grünflächen und Freiräume für Kühlung sorgen und wo sich die Stadt nachts gut oder schlecht abkühlt.

Angesichts zunehmender Hitzewellen sind diese Informationen eine wichtige Grundlage für die städtischen Planungen. Sie helfen, Maßnahmen gezielt dort zu setzen, wo sie die größte Wirkung entfalten - etwa bei der Planung von Grünräumen, öffentlichen Plätzen oder neuen Stadtentwicklungsprojekten.

Für die Messungen sind zwei Flüge vorgesehen: einer am Donnerstag, dem 30. Juli, zur besonders heißen Tageszeit am Nachmittag und ein weiterer in den frühesten Morgenstunden am Freitag, dem 31. Juli, noch vor Sonnenaufgang. Aus rund 700 Metern Flughöhe wird dabei das gesamte Stadtgebiet systematisch erfasst.

„Gerade an besonders heißen und wolkenlosen Tagen können wir gut erfassen, wo sich Graz stark aufheizt und welche Bereiche auch über Nacht Wärme speichern. Die Daten liefern eine wichtige Grundlage für die städtischen Planungen und zeigen, wo gezielte Maßnahmen besonders wirksam sind – und damit auch zum Schutz der Gesundheit besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen beitragen können", erklärt Elke Achleitner, Leiterin des Stadtvermessungsamtes.

Vermessung und belastbare Daten

An Bord kommen Thermalscanner zum Einsatz, die Wärmestrahlung sichtbar machen. Ergänzend werden klassische Luftbilder aufgenommen. Die Kombination beider Datensätze zeigt, welche Oberflächen Wärme besonders stark speichern, wo sich die Stadt tagsüber aufheizt und welche Bereiche zur Kühlung beitragen. Nach der Befliegung werden die Daten ausgewertet. Daraus entstehen hochauflösende Oberflächentemperaturkarten, ein digitales Oberflächenmodell sowie aktuelle Luftbilder des gesamten Stadtgebiets.

Die Ergebnisse werden nicht nur Fachabteilungen der Stadt zur Verfügung stehen, sondern werden auch über das Klimainformationssystem unter kis.graz.at veröffentlicht. Die aktuelle Messkampagne knüpft an die Thermalbefliegung aus dem Jahr 2021 an. Im Vergleich wird dadurch sichtbar, wo bereits gesetzte Maßnahmen Wirkung zeigen, wo neue Hitzeinseln entstehen und in welchen Bereichen weiterer Handlungsbedarf besteht.

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