
Mit Werner Stoiser verliert die Stadt Graz einen ehemaligen Stadtrat, der mit Weitblick und Gestaltungswillen wichtige Impulse für die Entwicklung der Landeshauptstadt setzte. Während seiner politischen Tätigkeit brachte er zahlreiche Projekte auf den Weg, die das Stadtbild und die Lebensqualität der Grazerinnen und Grazer nachhaltig geprägt haben. Sein Wirken war von Verantwortungsbewusstsein, Reformbereitschaft und dem klaren Blick für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung geprägt.
Bürgermeisterin Elke Kahr: „Mit Werner Stoiser verliert die Grazer Volkspartei nach Franz Hasiba eine zweite Persönlichkeit, die Graz über Jahrzehnte geprägt hat. Mein Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und Wegbegleitern."
Stadtrat Kurt Hohensinner: „Werner Stoiser hat mit seiner Arbeit bleibende Spuren in Graz hinterlassen. Er war ein Politiker mit Weitblick, der Herausforderungen entschlossen anging und wichtige Weichen für die Zukunft unserer Stadt stellte. Sein Einsatz und sein Gestaltungswille werden untrennbar mit der Entwicklung von Graz verbunden bleiben. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden."
Meilensteine in Werner Stoisers politischer Laufbahn
Zu den großen Meilensteinen seiner politischen Arbeit zählt die Abschaffung der Pragmatisierung in der Stadt Graz, die noch in seiner letzten Gemeinderatssitzung im Dezember 1997 beschlossen wurde. Damit setzte er eine wichtige und langfristig wirksame Reform für die Stadtverwaltung um.
Untrennbar mit seiner Amtszeit verbunden ist auch das Liebenauer Stadion. Nach jahrzehntelangen Bemühungen konnte es in seiner Ära schließlich eröffnet werden. Damit wurde eine wesentliche Grundlage für den Grazer Spitzen- und Breitensport geschaffen.
Auch die Wiederbelebung des Schlossbergs wurde unter seiner politischen Verantwortung entscheidend vorangetrieben. Ab 1994 wurden die Schlossbergstollen wieder nutzbar gemacht und der Uhrturm revitalisiert. Weitere Entwicklungsschritte wie Café, Lift und die neue Schlossbergbahn bauten auf diesen ersten Impulsen auf. Der Schlossberg wurde dadurch wieder stärker zu dem, was er heute ist: ein lebendiger Ort der Begegnung und eines der bedeutendsten Wahrzeichen unserer Stadt.
Besonders am Herzen lag Werner Stoiser der Erhalt wertvoller Flächen für die Öffentlichkeit. Nach eineinhalbjährigen Verhandlungen gelang der Stadt unter seiner Verantwortung der Kauf des rund 137 Hektar großen Naherholungsgebietes am Buchkogel vom Stift Admont. Mitumfasst waren auch die Kirche St. Johann und Paul sowie eine Forsthütte. Damit wurde ein riesiges Natur- und Erholungsgebiet dauerhaft für die Grazer Bevölkerung gesichert.
