Projektteilnahme im Annenquartier
Der Grazer Stadtsenat hat sich einstimmig für die Teilnahme am Projekt „klimaneutrale Stadt 2026 – TIKS 2026“ entschieden. Die Wirtschafts- und Tourismusabteilung (A15) wird federführend ein umfassendes Impact-Modell entwickeln, das verschiedene Wirkungsbereiche wie Klima, Gesundheit, Wirtschaft, Soziales und Governance berücksichtigt.
Das Projekt, das ab Januar 2027 über 18 Monate läuft, ist für die Stadt kostenneutral und konzentriert sich auf das Annenquartier. Dieses Gebiet ist aufgrund der geplanten Koralmbahn und seiner vielfältigen Herausforderungen – darunter Geschäftsleerstände und Sanierungsbedarf – ein wichtiger Transformationsraum für Graz. Ziel ist die Entwicklung eines gemeinsam erarbeiteten Quartierskonzepts mit konkreten Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung.
Die Beteiligung von Forschungseinrichtungen, Bürger:innen, Unternehmen und Eigentümer:innen soll eine langfristige und koordinierte Entwicklung sicherstellen.
Projektteilnahme - Annenquartier
Seitens der Abteilung für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung (A15) wurde in die heutige Stadtsenatssitzung ein Stück eingebracht, dass die Teilnahme am Projekt "klimaneutrale Stadt 2026 - TIKS 2026 - Sondieruie Wirtschaftsabteilung wird federführend in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt/Gesundheitsdrehscheibe und dem Umweltamt aufbauend auf den Vorgaben der Ausschreibung ein multidimensionales Impact-Modell entwickelen, das Klima-, Gesundheits-, Wirtschafts-, Sozial- und Governance-Wirkungen integriert und als Grundlage für die spätere Demonstration dient. Die Ausschreibung fordert ausdrücklich Monitoring, Wirkungsanalyse sowie die Betrachtung technischer, sozialer und wirtschaftlicher Wirkungen. Dazu wird mit Forschungsprojekten und Lehrformaten (z.B. Sustainability Challenge) der Grazer Hochschulen zusammengearbeitet.
Bei diesem für die Stadt kostenneutralen Projekt (Laufzeit 18 Monate, Start am 1.1.2027) liegen die Vorteile auf der Hand:
Die Annenstraße zählt zu den bedeutendsten innerstädtischen Transformationsräumen von Graz. Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn und der damit einhergehenden zusätzlichen Frequenz gewinnt sie als westliches Eingangstor zur Innenstadt weiter an strategischer Bedeutung. Gleichzeitig konzentrieren sich hier zahlreiche prototypische Herausforderungen für urbane Bestandslagen: Geschäftsleerstände, sanierungsbedürftige Gebäude, sommerliche Überhitzung, Defizite bei Aufenthaltsqualität und Mobilität sowie eine sozial und kulturell sehr heterogene Bevölkerungs- und Unternehmensstruktur. Bisherige Entwicklungsimpulse konnten zwar einzelne Akteur:innen mobilisieren, jetzt soll eine breit getragene, langfristige, systematische und koordinierte Transformationsdynamik entstehen. Der partizipative Prozess, die Beteiligung mehrerer Verwaltungseinheiten, Bürger:innen, Unternehmen, Eigentümer:innen verspricht eine nachhaltige Quartiersentwicklung. Am Ende steht ein gemeinsam getragenes Quartierskonzept mit konkreten umsetzbaren Maßnahmen/Projekten.
Die Stadtregierung war ohne Gegenstimme für eine Teilnahme an diesem Projekt.
