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Ehre wem Ehre gebührt

Zwei Persönlichkeiten der Wissenschaft erhielten den Ehrenring der Stadt Graz

04.07.2019
Bürgermeister Siegfried Nagl (l.) und sein Stellvertreter Mario Eustacchio (r.) überreichten Christa Neuper und Hans Sünkel die Ehrenringe der Stadt Graz.  © Stadt Graz/Fischer
Bürgermeister Siegfried Nagl (l.) und sein Stellvertreter Mario Eustacchio (r.) überreichten Christa Neuper und Hans Sünkel die Ehrenringe der Stadt Graz. © Stadt Graz/Fischer

Dass Graz eine Stadt der Wissenschaft und Forschung ist, diese Tatsache wurde heute einmal mehr bestätigt. Zwei Persönlichkeiten aus diesem Bereich erhielten eine nur selten verliehene Honoration: den Ehrenring. Univ.-Prof.in Dr.in phil. Christa Neuper, Rektorin der Karl-Franzens-Universität Graz und der ehemalige TU-Rektor Univ.-Prof. DI Dr. techn. Hans Sünkel.

Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl formulierte es in seiner Laudation so: "Wir ehren heute nicht nur zwei herausragende Persönlichkeiten aus den beiden traditionsreichsten Grazer Universitäten, sondern zwei Menschen, die unsere Stadt weit über ihren unmittelbaren Wirkungsrahmen hinaus geprägt haben und dies wohl auch in Zukunft tun werden."

Zahlreiche Prominenz

Eine Honoration der Stadt, die nur selten Persönlichkeiten erhalten: der Ehrenring und die dazugehörige Urkunde. © Stadt Graz/Fischer
Eine Honoration der Stadt, die nur selten Persönlichkeiten erhalten: der Ehrenring und die dazugehörige Urkunde.© Stadt Graz/Fischer

Zur Feierstunde in den Gemeinderatssaal kam heute neben den Familienmitgliedern der Geehrten auch eine Vielzahl an Prominenz, darunter in Vertretung des Landeshauptmanns, Landtagsabgeordnete Barbara Riener, Bischof Dr. Wilhelm Krautwaschl, Altbürgermeister Alfred Stingl, die Präsidentin des Landtages, Gabriele Kolar, der Grazer Superintendent außer Dienst Prof. Mag. Ernst-Christian Gerhold und Landeshauptmann-Stellvertreter außer Dienst, Prof. Kurt Jungwirth. Letztere sind selbst Ehrenringträger.

Wissenschaftliche Grundtugenden und Familienrückhalt

Die Neo-Ehrenringträger Hans Sünkel im Kreise seiner Familien. © Stadt Graz/Fischer
Die Neo-Ehrenringträger Hans Sünkel im Kreise seiner Familien.© Stadt Graz/Fischer

Bürgermeister Nagl zitierte Aristoteles: "Der Beginn aller Wissenschaften ist das Erstaunen, dass die Dinge sind, wie sie sind. Und jedes Erstaunen setzt "Beobachten" voraus. Und nicht zufällig steckt im Wort "Beobachten" der Begriff "Achten".

Mit dem Blick auf die Geehrten meinte das Stadtoberhaupt, könne man das Staunen, Beobachten und Achten durchaus als deren wissenschaftliche Grundtugenden bezeichnen.

Erste Frau und Asteroid

Christa Neuper im Kreise ihrer Familie bei der Ehrenringverleihung. © Stadt Graz/Fischer
Christa Neuper im Kreise ihrer Familie bei der Ehrenringverleihung.© Stadt Graz/Fischer

Die Liste der Errungenschaften, die beide Neo-EhrenringträgerInnen aufweisen, ist immens lange. Einige Dinge seien bei beiden jedoch hervorgehoben: Christa Neuper wurde vor acht Jahren zur ersten (!) Frau an der Spitze der zweitältesten Universität Österreichs berufen. Hans Sünkel hat mehr als 160 Publikationen veröffentlicht und 270 Vorträge in 30 Ländern der Welt gehalten. Sogar ein Asteroid wurde nach ihm benannt.

Bescheidenheit und Dankbarkeit

Trotz der enormen Leistungen für ihre Wirkungsstätten, die Wissenschaft insgesamt und auch die Stadt blieben beide sehr bescheiden und stellten den Dank in den Vordergrund ihrer Reden. Jenen an ihre Familien sowie, an ihre MitarbeiterInnen aber auch an die WegbegleiterInnen vergaßen Neuper und Sünkel nicht.

"Das ist wirklich ein ganz besonderer Tag in meinem Leben. Eine so hohe Auszeichnung erfüllt mich mit Freude, Dank und Respekt", eröffnete Neuper und erklärte weiters: "Ich habe es immer als Privileg empfunden, in und für die Wissenschaft tätig zu sein, dass ich dafür nun auch geehrt werde, ist einfach überwältigend."

Hans Sünkel stellte an den Beginn seiner Rede ein Zitat von Louis Pasteur: "Das Glück bevorzugt den vorbereiteten Geist." Der Bürgermeister habe eine so beeindruckende Person vorgestellt, diese wäre Sünkel gerne gewesen, er sei sie jedoch nur ansatzweise. Freude komme dennoch auf, ließ der ehemalige Rektor der TU Graz seine Bescheidenheit durchschimmern. Sein Weg habe ihn vom Übermut, über den Mut zur Demut geführt. Den Ehrenring nehme er auch mit Demut entgegen und sieht ihn als Auftrag, weiter aktiv zu sein.

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