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Verkehrskonzept Lendplatz wird ausgerollt

03.12.2020

Die Umsetzungsarbeiten für das Verkehrskonzept Lendplatz Süd starten mit 26. April und werden voraussichtlich bis Ende Mai dauern. Vorgesehen ist ein Mix aus verkehrsberuhigenden Maßnahmen: Einbahn, FUZO, Begegnungszone, verbesserte Radverkehrsführung. Budgetiert ist die Neugestaltung mit € 620.000.-. 

 

Rendering Mariahilferstraße
Rendering Mariahilferstraße© Stadt Graz Verkehrsplanung/Verkehrplus

„Das Konzept wurde sorgfältig und unter Einbeziehung des Bezirkes, der Bevölkerung und der Gewerbetreibenden vorbereitet und wird ein Gewinn für das Lendviertel zwischen Lendplatz und Mariahilferplatz", erklärt Stadträtin Elke Kahr. Den Ausgang hat das Projekt mit dem an sie herangetragenen Wunsch des Bezirkes genommen, Lösungen gegen den Durchzugsverkehr und für die Radroute an der Westseite des Platzes zu finden. Die Abteilung für Verkehrsplanung beauftragte ein Planungsbüro mit Verkehrserhebungen und Variantenplanungen, die dann mit dem Bezirksrat abgestimmt und in zwei öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt und diskutiert wurden.

Planskizze Verkehrsführung
Planskizze Verkehrsführung© Stadt Graz/Verkehrsplanung

Ansprechende Gestaltung: sparsam und mit Spielraum

Für die Gestaltung durch das Büro verkehrplus wurde das Stadtplanungsamt miteinbezogen. Die Mariahilferstraße wird mit einer von Architekt Norbert Müller entwickelten Möblierung - Pflanztröge und Sitzgelegenheiten - ausgestattet und die Fahrgasse durch flächige gelbe Kreise in eine verschwenkte Form gebracht. Die optische Lösung wurde mit der Altstadtsachverständigenkommission abgestimmt.

Barbara Urban, Projektleiterin Verkehrskonzept Lendplatz Süd, Abteilung für Verkehrsplanung: „Wir haben in der Umsetzungsplanung darauf geachtet, dass diese den budgetären Vorgaben entsprechend sparsam und ohne größere bauliche Umgestaltung erfolgt. Die Ausführung ist ansprechend und nachhaltig, lässt aber auch Spielraum für künftige Entwicklungen." 

Die Maßnahmen

Das Verkehrskonzept Lendplatz Süd sieht im Detail folgende Maßnahmen vor:

  • Einbahnführung im Uhrzeigersinn um den südlichen Platzbereich (Markt)
  • Durchbindung des Radverkehrs auf der Westseite über die Volksgartenstraße abgesetzt vom Gehsteig gegen die Einbahn bzw. im Mischverkehr
  • Einrichtung einer Fußgängerzone in der Stockergasse
  • Umgestaltung der Mariahilferstraße zwischen Lendplatz und der Ökonomiegasse bzw. der schon bestehenden Fußgängerzone Mariahilferstraße in eine Begegnungszone, ausgestattet mit Pflanztrögen und Sitzelementen, einem Trinkbrunnen sowie farbigen Markierungen und sieben Baumpflanzungen. In der Mariahilferstraße südlich der Josefigasse wird eine Einbahn ausgenommen Radverkehr verordnet. 
  • Herstellung eines zusätzlichen attraktiven Durchgangs am südwestlichen Lendplatz-Eck hin zur Josefigasse
  • Die Ökonomiegasse bleibt im Wesentlichen unverändert, allerdings werden die bestehenden beiden Richtungsfahrstreifen zum Lendkai zu einer Fahrspur zusammengeführt, sodass der Radverkehr (trotz Beibehaltung der Kfz-Stellplätze) gegen die Einbahn geführt werden kann.

Mehr Aufenthaltsqualität

Stadträtin Kahr zusammenfassend: „Die Lösung bringt eine weitere Aufwertung dieses Stadtteils am rechten Murufer, verbunden mit einer besseren Aufenthaltsqualität für die Menschen und einer Entspannung der Situation zwischen FußgängerInnen und RadfahrerInnen an der Kreuzung Volksgartenstraße. Danke an alle, die an der Planung und Vorbereitung mitgewirkt haben, um diesen weiteren Schritt in Richtung Verkehrsberuhigung und sanfte Mobilität in der Stadt zu ermöglichen."

Wolfgang Wehap

Obere Mariahilferstraße heuteAls Begegnungszone: Rendering Obere MariahilferstraßeAusschnitt Gestaltungsplan Lendplatz-Stockergasse-MariahilferstraßeKreuzung Volksgartenstraße: Hier ist eine Entflechtung von Fuß- und Radverkehr vorgesehen.

Die Verkehrsmaßnahmen werden durch temporäre Möblierungen im Straßenraum in Form von Baum- und Pflanztrögen sowie Sitz- und Aufenthaltsmöbeln gestalterisch ergänzt. Zusätzlich erfolgen 7 neue dauerhafte Baumpflanzungen. Die gepflasterten Gehsteige mit den Randleisten bleiben bestehen, in Begegnungszone und FUZO wird die veränderte Nutzung neben der Möblierung durch kreisförmige gelbe Farbflächen unterstützt. 

 
Stadträtin Kahr dankt allen, die an Planung und Umsetzung des Projekts mitgewirkt haben und sieht in den nun gesetzten Maßnahmen einen gelungenen Schritt zur Weiterentwicklung des Lend-Viertels: „So konnte einiges an Verbesserungen erreicht werden. Für die Zukunft besteht immer noch die Möglichkeit, die gestalterischen Provisorien in dauerhafte Lösungen bzw. mit geringen Änderungen die Begegnungszone in eine FUZO umzuwandeln."

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