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Klimaschutzfonds

Klimawandel findet statt. Die Folge des Klimawandels ist eine globale Erwärmung der Erdatmosphäre. Seit 2001 wird in Graz eine Erhöhung der durchschnittlichen Lufttemperatur um 1,4°C gemessen. Damit wirkt sich der Klimawandel in Graz stärker aus als im globalen Durchschnitt. Ebenso steigt die Anzahl der Tropentage, an denen die Tageshöchsttemperatur 30 °C erreicht oder übersteigt, und Tropennächte, in der die Lufttemperatur nicht unter 20 °C fällt, in Graz stetig an. Extremwetterereignisse wie Starkregen oder Trockenperioden treten häufiger auf und sind intensiver.

Graz begreift die große Herausforderung des Klimawandels und seine Folgen auch als Chance. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung und zur Sicherung der Lebensqualität künftiger Generationen setzen alle Abteilungen der Stadt Graz umfassend und kontinuierlich Maßnahmen, um unser Klima zu schützen und die Auswirkungen des Klimawandels bestmöglich einzudämmen.

Vortragsreihe im Klimaschutzpavillon

Heiße Themen und coole Fakten im Klima-Kultur-Pavillon auf dem Freiheitsplatz.
Heiße Themen und coole Fakten im Klima-Kultur-Pavillon auf dem Freiheitsplatz.© Stadt Graz/Fischer

Die ExpertInnendichte, die bis in den Sommer hinein im Klima-Kultur-Pavillon des Breathe Earth Collective auf dem Freiheitsplatz gegeben ist, stellt so ziemlich alles in den Schatten. In dem Fall in einen begrünten ... Jeden Dienstag gibt es dort Dank Unterstützung des Grazer Klimaschutzbeirates beziehungsweise des Klimaschutzfonds der Stadt Graz Impulsvorträge von Koryphäen ihres Fachs. Diese Vorträge werden aufgezeichnet und sind auf dem Youtube-Kanal der Stadt Graz abrufbar sowie hier zusammengefasst:
Ab 22. Juni ist es wieder möglich, dass im Klima-Kultur-Pavillon auf dem Freiheitsplatz auch Live-Publikum bei den Vorträgen dabei sein kann. Man muss sich dafür aber anmelden.

Die nächsten Termine, Vortragende und ExpertInnen:

22. Juni:

  • 16 Uhr: Prof. Dirk Muschalla zum Thema: „Grün-blaue Infrastruktur - Transformation der Stadtentwässerung als Antwort auf Klimawandel und Urbanisierung?“: Anmeldung unter:
    https://www.grazer-ea.at/veranstaltungen/vortrag-klima-kultur-pavillon/
  • 15 - 17 Uhr: Beratung vor Ort: Andreas Maierstätter von der Holding Graz Wasserwirtschaft zum Thema: „Trinkwasser“.

29. Juni:

Neue Klimaförderungen für alle GrazerInnen

Aus dem Klimaschutzfonds wird unter anderem die Dachbegrünung gefördert.
Aus dem Klimaschutzfonds wird unter anderem die Dachbegrünung gefördert.© Adobe Stock/miss_mafalda

Im Gemeinderat vom 29. April 2021 gab es grünes Licht für das Klimaschutzfonds-Förderpaket 2021-2022. Wenn Sie auf die jeweilige Überschrift klicken, kommen Sie direkt zum Förderansuchen.

  • Photovoltaik-Anlagen („SolarEnergieDach"):
    Mindestleistung der Anlage muss 3kWp betragen. Gefördert wird bis zu einer Leistung von maximal 100 kWp pro Gebäude. Je nach Anlage sind Förderungen von 120 bis 200 Euro pro kWp möglich.
  • Photovoltaik-Kleinstanlagen für Balkone:
    Werden bis zu einer Maximalleistung von 800 Wp zu 60 Prozent gefördert. Höchstens jedoch mit 600 Euro. Inkludiert ist damit auch die Unterstützung für die fachmännische Inbetriebnahme der Anlage.
  • Intensive Dachbegrünung:
    Davon spricht man, wenn die Aufbauhöhe mindestens 15 Zentimeter beträgt. Somit können Gräser, Stauden, Sträucher, aber auch Bäume gepflanzt werden. Die begrünte Fläche muss mindestens 15 m2 groß sein. Gefördert wird mit 6 Euro pro m2, und cm durchwurzelbarer Aufbauhöhe ab dem 12. anrechenbaren Zentimeter, die Maximalsumme beträgt pro Objekt 20.000 Euro.
  • Kombination aus Photovoltaik und Begrünung am Dach („SolarGrünDach"):
    Unter einem „SolarGrünDach" wird die kombinierte Nutzung von Photovoltaikanlage mit extensiver Dachbegrünung verstanden. Die Photovoltaikanlage befindet sich dabei unmittelbar über der extensiven Dachbegrünung. Diese hat eine maximale Aufbauhöhe von 10 Zentimetern. Die Mindestleistung der Anlage beträgt 3 kWp. Die maximal geförderte Anlagengröße beträgt 100 kWp pro Gebäude. Je nach Leistung der Anlage sind das zwischen 240 und 320 Euro je kWp.

Weitere Infos

Seitenweise Klimaschutzprojekte

Klimaschutzfonds Graz-Jahresbericht 2020
Klimaschutzfonds Graz-Jahresbericht 2020© Joel Kernasenko

Der erste Klimaschutzbericht der Stadt zeigt eindrucksvoll, wie das „Haus Graz" bereits innerhalb eines Jahres deutlich klimafitter wurde. 9 Millionen Euro wurden in 17 vom Gemeinderat beschlossene Projekte investiert. Fortsetzung folgt. 
Bauwerke durch Begrünung kühlen, durch die Umstellung von Mineralwasserflaschen auf Sodaanlagen 13.000 Kilo Co2 einsparen, nachhaltige Baustandards etablieren und beim Neubau städtischer Gebäude gleich anwenden, 800 Bäume pro Jahr pflanzen und somit so viel CO2 binden, wie mehr als 5 Millionen Autokilometer verursachen ...
Diese und noch viel mehr Projekte wurden im Vorjahr von städtischen Abteilungen sowie Beteiligungen ersonnen und umgesetzt und in einem 48 Seiten starken Bericht aufbereitet, den Bürgermeister Siegfried Nagl, TU-Rektor Harald Kainz, Wegener-Center-Leiterin Andrea Steiner, Stadtbaudirektor Bertram Werle und der Grazer Klimaschutzbeauftragte Thomas Drage nun präsentierten. 

Erster Jahresbericht zum Grazer Klimaschutzfonds

Um die Bemühungen für mehr Klimaschutz in Graz möglichst wirkungsvoll zu intensivieren, hat die Stadt Graz weitreichende Beschlüsse gefasst: Ein mit 30 Millionen Euro dotierter Klimaschutzfonds wurde für Sonderprojekte installiert. Ein Fachbeirat für Klimaschutz soll die Stadt Graz bei der Umsetzung der mit dem Fonds verbundenen Klimaschutzmaßnahmen beraten. Diese Maßnahmen sind wichtige Schritte, um Graz als „Klimainnovationstadt" zu positionieren. 

Der Fachbeirat für Klimaschutz empfahl der Stadtverwaltung zusätzlich zu den bestehenden städtischen Strategien und Maßnahmen die Erarbeitung eines umfassenden Klimaschutzplans für Graz. Es sollen Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimawandelanpassung für alle Lebensbereichen gesammelt und weiter ausgebaut werden. Der Gemeinderat stimmte am 5. November 2020 dem Grundsatzbeschluss einstimmig zu. Für die Erarbeitung des Klimaschutzplans wurde die Grazer Energieagentur beauftragt, die gemeinsam mit den städtischen Abteilungen die Zielsetzungen und Maßnahmen zusammenführt und festlegt. 

Dabei werden insbesondere folgende Themengebiete erarbeitet:

  • Wie sieht die Klimabilanz im Haus Graz aus?
  • Wie sieht die Klimabilanz im Stadtgebiet Graz aus?
  • Wie definiert die Stadt Graz ihre Klimaschutzziele?
  • Welche klimarelevanten Maßnahmen sind bereits in Planung oder Umsetzung?
  • Welche klimarelevanten Maßnahmen sind zusätzlich zur Zielerreichung notwendig?
  • Welche Klimaschutz-Potenziale gibt es in den diversen Sektoren (Mobilität, Energie etc.)


Das „Haus Graz" möchte als Vorzeigebeispiel als Klimainnovationsstadt Österreichs vorangehen. Als Ziele wurden die Klimaneutralität für 2030 für das Haus Graz definiert. Der Klimaschutzplan soll als Fachkonzept bis zum Herbst 2021 erarbeitet werden: ein erster Zwischenbericht.

Um dem Klimawandel erfolgreich zu begegnen braucht es sowohl Maßnahmen zum Klimaschutz als auch Maßnahmen zur Klimawandelanpassung. Unter Klimaschutz versteht man alle Maßnahmen, die dazu beitragen Treibhausgasemissionen, wie Kohlendioxid, Methan etc. zu reduzieren. Dies sind z.B. Energiegewinnung aus der Sonne, Wind und Wasser, Schadstoffausstöße durch Autofahren und Flugreisen reduzieren, regionale und saisonale Lebensmittel bevorzugen etc. Um die unvermeidbaren Auswirkungen des bereits spürbaren Klimawandels abzumildern und zu bewältigen, braucht es zusätzlich Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Diese sind z.B. Begrünungsmaßnahmen, Gebäudedämmungen, Schattenspender etc.  

Zur Anpassung an den Klimawandel hat die Stadt Graz einen Leitfaden mit möglichen Maßnahmen entwickelt. Mehr Infos zur Klimawandelanpassung finden Sie auf der Website vom Umweltamt Graz.  

Begrünte Fassaden leisten einen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel. UNIQA Fassade in der Annenstraße.
Begrünte Fassaden leisten einen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel. UNIQA Fassade in der Annenstraße.© Foto Fischer

Zur Koordination der Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimawandelanpassung wurde eine Klimaschutzkoordinationsstelle in der Stadtbaudirektion eingerichtet. Der Klimaschutzbeauftragte ist gleichzeitig die Geschäftsführende Stelle des Fachbeirates für Klimaschutz. Der Klimaschutzbeauftragte steht im engen Austausch mit den betroffenen Fachabteilungen der Stadt Graz und dem Fachbeirat für Klimaschutz  zur Vorberatung und Prüfung von Projekten aus dem Klimaschutzfonds. 

Weitere Informationen zum Klimaschutzbeauftragten

Der Fachbeirat für Klimaschutz unterstützt den Klimaschutz und die Klimawandel-Anpassung der Stadt Graz als unabhängiges, ehrenamtliches ExpertInnengremium in enger Abstimmung mit einer städtischen Klimaschutz-Arbeitsgruppe. Der Fachbeirat behandelt alle Projekte, die mit Mitteln des Klimaschutzfonds der Stadt Graz umgesetzt werden sollen. 

Weitere Informationen zum Fachbeirat für Klimaschutz

Die Sonderprojekte aus dem Klimaschutzfonds sollen dazu beitragen, Graz zur klimaneutralen Stadt zu entwickeln und die Anpassung und Folgen des Klimawandels aktiv zu gestalten. Graz soll als Klimainnovationsstadt positioniert und somit die hohe Lebensqualität im Stadtgebiet erhalten werden.

Nähere Infos zu den bisher geförderten Klimaschutzprojekten

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