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Weltdrogentag: Sozialpolitik ist beste Prävention

25.06.2020

Dem Welt-Drogen-Tag am 26. Juni kommt heuer eine besondere Bedeutung zu. Graz, Österreich und die ganze Welt befindet sich in einer gesellschaftlichen Krisensituation. "Umbruchsperioden sind bestimmt von Arbeitsplatzverlust, finanziellen Nöten, Erkrankungen oder auch Trennungen und Scheidungen, die stressvoll und psychisch belastend sind", erklärt Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer. Die Gefahr des Abrutschens in suchthaftes Verhalten ist größer.

Sie vielschichtig wie Ursachen von Süchten sind, so umfassend muss auch die Suchtprävention gedacht werden - von der Familie über die Schule, Sport und Medien, zwischenmenschliche Beziehungen und Wohnverhältnisse. Dazu trägt auch die Stadt wichtiges bei. "Eine gute Sozialpolitik ist die beste Form der Suchtprävention", bringt es Krotzer auf den Punkt.

Daten für Taten

Dr. Ulf Zeder und Stadtrat Robert Krotzer präsentieren Daten für Taten. © Foto Fischer
Dr. Ulf Zeder und Stadtrat Robert Krotzer präsentieren Daten für Taten.© Foto Fischer

"Angemessene Maßnahmen in der Suchtprävention erfordern eine korrekte Beurteilung der Sachlage", betont Dr. Ulf Zeder, Grazer Suchtkoordinator und Leiter des Referats für Sozialmedizin des Grazer Gesundheitsamts.

Darum wurde den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses im Mai eine umfassende Informationsunterlage  vorgelegt - und einstimmig beschlossen. Sie enthält einerseits grundsätzliche Überlegungen über den zeitgemäßen, nicht-stigmatisierenden Umgang mit legalen wie illegalisierten Drogen, wie sie von der Fachwelt, Gesundheits- und Präventionseinrichtungen vertreten werden. Andererseits wird ein umfassendes Datenmaterial zusammengefasst und - ämterübergreifend erarbeiteten - Maßnahmen zugrunde gelegt wird.

Sie können die Informationsunterlage hier als PDF herunterladen.

Hanno Wisiak