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Klima-Trumpf: Abkühlung und regionale Lebensmittel

07.07.2020
Grün spielt in Graz eine große Rolle, wie die Sicht aus der Vogelperspektive beweist. Künftig sollen auch städtische Gebäudefassaden ergrünen - und  so zum Klimaschutz beitragen. © Graz Tourismus/Harry Schiffer
Grün spielt in Graz eine große Rolle, wie die Sicht aus der Vogelperspektive beweist. Künftig sollen auch städtische Gebäudefassaden ergrünen - und so zum Klimaschutz beitragen.© Graz Tourismus/Harry Schiffer

Ein Projekt gegen urbane Hitze und zwei Projekte für nachhaltige regionale Lebensmittel wurden vom Fachbeirat für Klimaschutz für Förderungen empfohlen.

 

Was haben ein Begrünungsprojekt für städtische Gebäude, das auch Rathaus und Amtshaus umfasst, eine nachhaltige Lebensmittelbewirtschaftung und das Pilotprojekt eines Verkaufsladens mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln gemeinsam? Sie alle wurden am vergangenen Freitag vom Fachbeirat für Klimaschutz für Förderungen aus dem Klimafonds der Stadt Graz ausgewählt. Das achtköpfige ehrenamtliche ExpertInnengremium unter dem Vorsitz von TU-Graz-Rektor Univ.-Prof. DI Dr. Harald Kainz empfahl am Freitag in seiner vierten Sitzung, diese Umsetzung dieser eingereichten Projekte zu unterstützen.

Kampf gegen Hitze

Ein zentrales Thema im Zusammenhang mit der unbestreitbaren Klimaerwärmung ist der Kampf gegen die Hitze, den das „Haus Graz" als Vorreiter bei eigenen Gebäuden führen möchte. In einem Begrünungsprojekt sollen das Rathaus am Hauptplatz, die Amtshäuser in der Kaiserfeldgasse und in der Keesgasse, der Hort Seidenhofstraße und die Kinderbetreuung Dornschneidergasse „hitzefest" gemacht werden. Die geplanten Fassadenbegrünungen mildern aber nicht nur die Hitze, sondern schützen auch die Gebäudesubstanz, indem sie die Oberflächen vor extremen Temperaturschwankungen ebenso bewahren wie vor Witterungseinflüssen - etwa Schlagregen und Hagel - und vor mechanischen Einflüssen.

Nachhaltige Lebensmittel

Regionale und saisonale Lebensmittel, am besten frisch vom Bauernmarkt in Graz, schützen ebenso das Klima. © Graz Tourismus/Harry Schiffer
Regionale und saisonale Lebensmittel, am besten frisch vom Bauernmarkt in Graz, schützen ebenso das Klima.© Graz Tourismus/Harry Schiffer

Der zweite Schwerpunkt der Förderungen wird laut Fachbeirat auf eine Initiative für nachhaltige Lebensmittel gelegt. Im Projekt „Nachhaltige Lebensmittelbewirtschaftung" sollen Strukturen zur Optimierung und Attraktivierung einer klimaschonenden Lebensmittel- und Landwirtschaft für den Großraum Graz aufgebaut werden. Ein breites Angebot an regionalen und bäuerlich erzeugten Lebensmitteln hat dabei Priorität, das System umfasst aber auch innovative Vertriebs- und Versorgungssysteme mit kurzen Wertschöpfungsketten. Im stark wachsenden Großraum Graz betrifft das vernetzte System der Lebensmittelversorgung somit unterschiedliche städtische Aufgabenbereiche - von der Ernährung über die Gesundheit und den Verkehr bis zur Umwelt.

 

Das Projekt „LebensmittelPunkt" wiederum sieht die Errichtung einer Pilotanlage vor, die als Verkaufsladen eine größtmögliche Angebotsvielfalt von regionalen und saisonalen Lebensmitteln bereithält. Die Belieferung erfolgt ausschließlich mit qualitäts- und herkunftszertifizierten Produkten von Bauern aus der Region. Zusätzlich zur Einrichtung dieser „LebensmittelPunkte" für Endverbraucher sollen im nächsten Schritt auch Großabnehmer wie Großküchen, Kantinen und Gastronomie zentral mit regionalen Lebensmitteln aus dem Großraum Graz versorgt werden.

Nagl und Eustacchio voll des Lobes

Auch im Rathaus ist man voll des Lobes über die Projektauswahl des Fachbeirats für Klimaschutz, der eng mit dem Klimaschutzbeauftragten der Stadt, Dr. Thomas Drage aus dem EU-Referat der Stadtbaudirektion, kooperiert. Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl freut sich als Bau- und Planungsreferent nicht nur über die ständig steigende Zahl von eingereichten Klimaschutzprojekten für die Beurteilung im Fachbeirat, sondern auch über die vielen guten Ideen zu diesem Thema aus den städtischen Abteilungen: „Das bestätigt mich in der Überzeugung, dass Klimaschutz uns alle und jeden Lebensbereich betrifft. Mit dem Pilotprojekt einer Gebäudebegrünung im eigenen Bereich gehen wir als Stadt mit gutem Beispiel voran. Die Anpassung an den Klimawandel ist ein wesentlicher Punkt, um die hohe Lebensqualität für die Menschen in unserer Stadt zu erhalten!"

 

Bürgermeister-Stellvertreter Mag. (FH) Mario Eustacchio ist als Referent für Lebensmittel und Märkte angetan von den Initiativen für gesunde regionale Nahrungsmittel: „Gerade die Corona-Krise hat uns gezeigt, wie wichtig frische und gesunde Lebensmittel aus der Region sind. Die beiden förderungswürdigen Projekte schützen unsere Umwelt durch Einsparungen von Energie, Verkehr und Abfall, sie versorgen die Menschen in Graz mit gesunden und qualitätsvollen Lebensmitteln und stärken zusätzlich die kleinbäuerlichen Betriebe im Großraum Graz!"

Wolfgang Maget

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