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Klimaschutz im Alltag mit Dingeborg

Fünf Klimatickets, Wärmebildkamera, Energieverbrauchsmessgeräte uvm.

11.12.2025
V.l.: Bertram Werle, Judith Schwentner, Claudia Unger, Marie-Theres Stampfl, Thomas Drage
V.l.: Bertram Werle, Judith Schwentner, Claudia Unger, Marie-Theres Stampfl, Thomas Drage© Stadt Graz/Fischer

Bibliotheken sind die Profis im Verleihen und leisten aus ihrem Grundprinzip heraus einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Leben. Die Stadtbibliothek Graz erzielt jährlich mehr als eine Million Ausleihen und besteht seit 85 Jahren. Würde es dieses Angebot nicht geben, wären viele Bücher nur einmal oder gar nicht gelesen worden, hätten den Weg vielleicht gar nicht nach Graz geschafft, würden mehr Platz in Wohnungen einnehmen und hätten wesentlich mehr Geld gekostet. Mit vielen Gegenständen geht es uns ähnlich. Aus diesem Grund werden seit einigen Jahren neben Büchern und Medien aller Art auch Dinge in der Stadtbibliothek verliehen. Die mittlerweile 206 Gegenstände und Geräte aus den Bereichen Freizeit und Fitness, Haus und Garten sowie Kreatives und Technik erfreuen sich großer Beliebtheit. Im Schnitt wird jedes Ding 15-mal pro Jahr ausgeborgt. Am beliebtesten sind dabei die Biertischgarnituren, die Schlagbohrmaschine, die Stichsäge oder die Nähmaschine. Aber auch Küchengeräte und digitale technische Geräte sind sehr gefragt.

Der Verleih einer Nähmaschine ist doppelt nachhaltig. Ohne eine eigene zu kaufen, kann man Kleidung reparieren oder abändern. Neu hinzugekommen ist ein Paket, das das Klimaschutzreferat der Stadtbaudirektion geschnürt hat. Es beinhaltet eine Wärmebildkamera zum Auffinden von etwaigen Kältebrücken, Energieverbrauchsmessgeräte, Fahrradtaschen und -reparatursets und fünf Klimatickets zum Ausborgen. Die Klimatickets dienen vor allem dazu, nachhaltige Mobilität auszuprobieren, und können z.B. für den Steiermarkurlaub pro Mitgliedschaft für maximal je eine Woche dreimal im Jahr ausgeborgt werden.


Bibliotheken sind Multiplikatoren und können dabei helfen, Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu vermitteln. Als „Green Library" wird im Zanklhof Nachhaltigkeit als Schwerpunkt gelebt. Dort gibt es ein breites Angebot von Fachliteratur und ergänzende Workshops wie z.B. regelmäßig stattfindende Kindernähkurse, generationenübergreifende Refashion-Workshops und sehr beliebte Kleidertauschpartys. An diesen nahmen heuer 250 Personen teil, 1.500 Kleidungsstücke wurden getauscht und damit 16,5 Tonnen CO2 gespart. Auch für Baby- und Kinderkleidung gibt es jeweils im Frühling und Herbst eigene Termine. Besonders erfreulich ist, dass an unseren Kleidertauschpartys jüngere und ältere Menschen teilnehmen und auch der soziale Austausch sehr bereichernd ist, berichtet Marie Therese Stampfl.

Stimmen

Vizebürgermeisterin Judith Schwentner: „Klimaschutz gelingt dort am besten, wo er ganz selbstverständlich Teil unseres Alltags wird. Wenn wir Dinge teilen, statt sie für seltene Anlässe zu kaufen, schont das nicht nur unsere Umwelt, sondern auch das Haushaltsbudget. Besonders schön ist, dass in unseren Bibliotheken Menschen ins Gespräch kommen, Erfahrungen teilen und einander unterstützen. Diese Mischung aus Nachhaltigkeit und gelebtem Miteinander macht Graz stark."

Stadträtin Claudia Unger: „Die Stadtbibliothek ist längst mehr als eine Bücherei, sie ist zu einem so genannten „Third Place" geworden - einem Begegnungsort für Jung und Alt. Dank Dingeborg ist sie auch eine Anlaufstelle - nicht in allen, aber in immer mehr Lebenslagen. Und das Angebot soll weiter ausgebaut werden. Ein Grund mehr Mitglied zu werden!"

Stadtbaudirektor Bertram Werle: „Mit diesem Paket stellt unser Klimaschutzreferat ein Angebot bereit, das den Grazer:innen Gusto auf den Einstieg in klimafreundliche Mobilität und energiebewusstes Handeln erleichtert. Die Stadtbibliothek ist dafür der ideale Partner, denn sie macht es möglich, unsere Geräte und die Klimatickets unkompliziert auszuborgen und im Alltag auszuprobieren."

Marie Therese Stampfl: „Unsere Bibliotheksmitgliedschaft hilft, Kosten und Platz zu sparen und zugleich das Klima zu schützen. Sie ermöglicht es, Neues auszuprobieren und bewusst zu entscheiden, was man wirklich braucht. Besonders wertvoll finde ich den Erfahrungsaustausch mit unseren Nutzer:innen - ein kleines, aber wichtiges Puzzleteil für nachhaltiges und bereicherndes Miteinander in unserer Stadt."

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