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Schulgesundheitspreises 2026: Das sind die Gewinner:innen

22.06.2026

„Gesundheit macht Schule. Schule macht Gesundheit“

Unter diese Motto suchten das Gesundheitsamt der Stadt Graz und Der Grazer auch heuer wieder Ideen und Projekte, mit denen Gesundheit im schulischen Alltag innovativ, nachhaltig und mit Freude vermittelt wird. Vier Grazer Schulen wurden beim Schulgesundheitspreis 2026 ausgezeichnet. Die Gewinner:innen wurden bei einer Festveranstaltung im Gemeinderatssaal des Grazer Rathauses prämiert. Die Projekte wurden in zwei Kategorien unterteilt: Volksschulen sowie Schulen für über zehnjährige Schüler:innen (Sekundarstufe).

 „Es ist jedes Jahr beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement Grazer Schulen Gesundheit im Alltag verankern. Die ausgezeichneten Projekte zeigen: Gesundheit beginnt nicht erst im Wartezimmer, sondern dort, wo Kinder und Jugendliche lernen, leben und miteinander wachsen", sagt Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer. „Ich bedanke mich herzlich bei allen teilnehmenden Schulen, Pädagog:innen und Schüler:innen."

 „Besonders schön ist, wenn Schülerinnen und Schüler nicht nur Wissen aufnehmen, sondern es selbst weitergeben und in ihrem Umfeld wirksam machen", betont Dr.in Eva Winter, Leiterin des Gesundheitsamtes.

 Die Gewinner:innen 2026 im Überblick

Kategorie Volksschulen

  1. Preis: VS Schönau - „Wasserlacken-Detektive - Gemeinsam gegen die Tigermücke"
  2. Preis: Projektschule Graz - „Mein Körper! Meine Grenzen!"

Kategorie Sekundarfstufe

  1. Preis: HLW Schrödinger - „Stark im Kopf, stark im Leben - Mental Health an Der Schrödinger"
  2. Preis: BHAK Grazbachgasse - „Sucht hat viele Gesichter - alte und neue Gefahren für die Jugend"

Preise in der Kategorie Volksschulen

Schönau
Schönau© FotoFischer
Projektschule
Projektschule© FotoFischer
  1. Preis an die VS Schönau für das Projekt „Wasserlacken-Detektive - Gemeinsam gegen die Tigermücke"

Die Schule liegt in einem Stadtteil, der stark von der Tigermücke betroffen ist. Im vergangenen Jahr war der Schulhof zeitweise nur eingeschränkt nutzbar, auch in den Klassenräumen wurde die Tigermücke zur Belastung. Die VS Schönau hat daraus ein praxisnahes Gesundheitsprojekt entwickelt. Die Kinder lernen, wie die Tigermücke aussieht, wie sie sich vermehrt und warum stehendes Wasser eine zentrale Rolle spielt. nach kleinen WasseransammlungenAls „Wasserlacken-Detektive" suchen sie im Schulumfeld nach kleinen Wasseransammlungen, erkennen mögliche Brutstätten und helfen mit, diese zu beseitigen.

Die Jury war sehr begeistert von den tollen Zeichnungen der Schüler:innen. Die Schüler:innen haben sich viel Wissen über die Tigermücke und wie sie sich vermehrt und verbreitet erarbeitet. Besonders gut gefiel der Jury auch, dass die Schüler:innen wie Forscher:innen Baumhöhlen und weitere Brutstätten der Tigermücke aufgesucht haben. Die Volksschule Schönau hat ein aktuelles Thema aufgegriffen und gemeinsam auf vielen Ebenen durch dieses Projekt bearbeitet.

  1. Preis an die Projektschule Graz für das Projekt „Mein Körper! Meine Grenzen!"

Im Mittelpunkt stehen Respekt, Schutz, seelische Gesundheit und Gewaltprävention. Die Kinder beschäftigen sich mit dem eigenen Körper, mit Gefühlen, mit persönlichen Grenzen und mit der Frage, wie ein gutes und sicheres Miteinander gelingen kann. Besonders hervorzuheben ist die gemeinsam entwickelte Schulverfassung. Darin halten Kinder und Erwachsene fest, welche Rechte und Pflichten an der Schule gelten. Dazu gehören das Recht, nicht ausgelacht zu werden, „Nein" sagen zu dürfen, Hilfe zu bekommen und über Gefühle sprechen zu können. Gleichzeitig übernehmen alle Verantwortung dafür, dass die Schule ein sicherer, freundlicher und fröhlicher Ort bleibt.

Der Jury gefiel vor allem, dass die Schüler:innen eine Schulverfassung ausgearbeitet haben. Sie werden nicht nur über Regeln belehrt, sondern gestalten das Zusammenleben aktiv mit. Damit wird seelische Gesundheit im Alltag sichtbar und eigene Grenzen, Bedürfnisse und Gefühle thematisiert.

Preise in der Kategorie Sekundarstufe

Grazbachgasse
Grazbachgasse© FotoFischer
Schrödinger
Schrödinger© FotoFischer
  1. Preis an die HLW Schrödinger für das Projekt „Stark im Kopf, stark im Leben - Mental Health an Der Schrödinger"

Das Projekt stellte die psychische und soziale Gesundheit der gesamten Schulgemeinschaft in den Mittelpunkt. Die Schüler:innen beschäftigten sich mit Stress, Resilienz, Selbstwirksamkeit, psychischen Belastungen, Vorurteilen, Gewaltprävention, Diversität, Social Media und digitaler Balance. Umgesetzt wurde das Thema in Unterrichtseinheiten, Workshops, Projekttagen und Kooperationen mit externen Fachstellen. Auch die Initiative eines smartphonefreien Zeitraumes wurde als Beitrag zu mehr Konzentration, direkter Kommunikation und sozialem Miteinander aufgegriffen.

Der Jury gefielen besonders die Mentale Gesundheit wurde nicht als Einzelaktion behandelt, sondern fächerübergreifend und schulweit verankert. Damit zeigt die HLW Schrödinger, dass psychische Gesundheit ein zentraler Teil von Schulentwicklung ist.

  1. Preis an die BHAK Grazbachgasse für das Projekt „Sucht hat viele Gesichter - alte und neue Gefahren für die Jugend"

Die Klasse 1AK beschäftigte sich mit aktuellen Suchtgefahren und gesundheitlichen Herausforderungen im Jugendalter. Im Mittelpunkt standen Vapes und Nikotinbeutel, Cannabis, Alkohol und Alkopops, Gaming, Social Media, Doomscrolling und Energy Drinks. Die Schüler:innen arbeiteten in Gruppen, führten eine anonyme schulinterne Umfrage durch, bereiteten Informationen auf, gestalteten Präventionsplakate, Hilfekarten und Mitmachstationen. Besonders wichtig war der Peer-to-Peer-Ansatz: Jugendliche informieren Jugendliche auf Augenhöhe.

Der Jury gefiel, dass das Projekt nahe an der Lebensrealität der Schüler:innen ansetzt. Es verbindet issen, Reflexion und konkrete Hilfsangebote. Damit stärkt es Eigenverantwortung und macht deutlich: Aufklärung wirkt am besten, wenn Jugendliche selbst zu aktiven Träger:innen von Prävention werden. „Man hat richtig gemerkt, dass die Schüler:innen sich selbst mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Sie haben negative Aspekte besprochen, aber auch Vorurteile aufgeklärt, wenn sie nicht stimmen."

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