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Eröffnungsfeier Schöcklbach 4. Bauabschnitt

Sachprogramm Grazer Bäche

29.06.2026

Im Grazer Norden wurde der Hochwasserschutz am Schöcklbach weiter verbessert und gleichzeitig der Radweg entlang des Baches ausgebaut. Das Projekt, eine gemeinsame Initiative von Bund, Land Steiermark und Stadt Graz, umfasst einen etwa 2,4 Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Rotmoosweg und der Stadtgrenze. Durch die Aufweitung des Bachbettes und die Schaffung von Retentionsräumen konnte die Abfuhrkapazität des Gewässer deutlich erhöht werden, wodurch die Bevölkerung und die Infrastruktur besser vor Hochwasser geschützt sind. Neben dem Hochwasserschutz wurden auch ökologische Aspekte berücksichtigt: Naturnahe Uferbereiche und die Anlage einer „Storchenwiese"

Hochwasserschutz Schöcklbach und Ausbau des Radweges erfolgreich abgeschlossen

Hochwasserschutz Schöcklbach
Hochwasserschutz Schöcklbach© Stadt Graz/Grünraum und Gewässer
Hochwasserschutz Schöcklbach
Hochwasserschutz Schöcklbach© Stadt Graz/Grünraum und Gewässer
Hochwasserschutz Schöcklbach
Hochwasserschutz Schöcklbach© Stadt Graz/Grünraum und Gewässer

Mit der Fertigstellung des 4. Bauabschnitts des Hochwasserschutzprojekts am Schöcklbach sowie dem Ausbau des begleitenden Geh- und Radweges zwischen Rotmoosweg und Stadtgrenze wurde ein weiterer bedeutender Meilenstein im „Sachprogramm Grazer Bäche" erfolgreich umgesetzt. Das gemeinsame Projekt von Bund, Land Steiermark und Stadt Graz stärkt nicht nur den Hochwasserschutz, sondern bringt auch ökologische Verbesserungen und eine moderne Radinfrastruktur für den Grazer Norden.

Der rund 2,4 Kilometer lange Ausbau entlang der Radegunder Straße umfasst eine Aufweitung und naturnahe Gestaltung des Schöcklbaches. Durch einen deutlich vergrößerten Bachquerschnitt, neue Retentionsräume und strukturierte Uferbereiche kann der Bach nun wesentlich größere Wassermengen aufnehmen. Mit einer Ableitungskapazität von mindestens 15,5 Kubikmetern pro Sekunde wurde das Leistungsvermögen abschnittsweise verdreifacht, was den Schutz für die Bevölkerung und Infrastruktur - insbesondere im Bereich Andritz - deutlich verbessert.

Die Bauarbeiten starteten im April 2024 und konnten planmäßig abgeschlossen werden, obwohl bereits im ersten Baujahr ein starkes Hochwasserereignis die Dringlichkeit der Maßnahmen eindrucksvoll bestätigte. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der ökologischen Aufwertung des Gewässers. Durch die Aufweitung des Bachbettes und zusätzliche Maßnahmen entstanden naturnahe Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Retentionsflächen wurden ökologisch gestaltet, und im Bereich des Puchleitnerweges entstand die sogenannte „Storchenwiese" als wertvolle Freifläche. Eine Lehmabdichtung unterhalb der Gewässersohle sorgt zudem dafür, dass Wasser auch in niederschlagsarmen Zeiten länger im Bach verbleibt.

Parallel dazu wurde der bestehende Geh- und Radweg als Teil der Hauptradroute 4 deutlich verbessert. Die Strecke, die eine wichtige Verbindung vom Grazer Norden in die Innenstadt darstellt, wurde von etwa 2,0 auf bis zu 3,5 Meter verbreitert und damit sicherer und komfortabler gestaltet. Zusätzlich sorgt eine moderne, sensorgesteuerte Beleuchtung dafür, dass sich das Licht nur bei Bedarf einschaltet. Dadurch wird sowohl die Sicherheit für Nutzer erhöht als auch die Belastung der Tierwelt reduziert.

Insgesamt wurden rund 8,3 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert, finanziert durch den Bund (39,8 %), Land Steiermark (39,8 %) und Stadt Graz (20,4 %). Für den Radwegausbau kamen zusätzlich etwa 1 Million Euro aus der Radoffensive hinzu.

Auch künftig werden Maßnahmen zur weiteren Verbesserung des Hochwasserschutzes umgesetzt. Bereits in Planung ist ein zusätzliches Rückhaltebecken im Bereich Annengraben, um den Schutz im Grazer Norden weiter zu erhöhen.

Ute Wernegg

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