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Sanierung der Basilika Mariatrost

Besichtigungstermin von Bürgermeisterin Kahr zur Halbzeit der Arbeiten

11.02.2022

Großes Engagement, viel Herzblut

Dietmar Grünwald strahlt mit der frühlingshaften Sonne um die Wette und überlegt während er die Stufen nach oben erklimmt: "Vor drei Jahren, ja, da haben wir das Projekt gestartet." So sicher ist sich der Pfarrer von Mariatrost mittlerweile nicht mehr, geht er doch in diesem Megaunterfangen voll und ganz auf.

"Entwicklungsprojekt Mariatrost 2030" heißt es ganz genau. Denn schließlich wir neben der Basilika Renovierung der gesamte Kirchberg und sein Fuß und mitgedacht und -entwickelt. Das wird Franz Küberl nicht müde, zu betonen. Der ehemalige Caritas-Direktor, Mariatroster seit über 30 Jahren, ist engagierter Obmann des Vereins "Freunde und Förderer der Basilika Mariatrost". Unermüdlich versucht er mit den 180 Mitgliedern Gelder für den Erhalt eines Kulturjuwels der ganz besonderen Art aufzutreiben.

Stadt Graz und Land Steiermark sind mit je 1 Million Euro längst im Boot und das war auch ein Grund, warum Bürgermeisterin Elke Kahr dieser Tage zu einer Besichtigung vor Ort eingeladen wurde. Zwischenstands-Besichtigung, um genau zu sein, denn vieles ist bereits fertig, wie etwa die Fassade seit Ende 2021. "Das hat für heftige Reaktionen gesorgt", lacht Pfarrer Grünwald. Als das Schönbrunngelb einem Terrakottarot wich, das war für viele gewöhnungsbedürftig. "Dabei trug die Fassade einst Grau und auch eben dieser Rotton war schon einmal da."

Bürgermeisterin Elke Kahr (4. v. l.) und ihre Mitarbeiterin Christina Barwick erhielten eine "Halbzeit-Führung" durch die Basilika Mariatrost von Pfarrer Dietmar Grünwald (M.), dem Obmann des Vereins "Freunde ud Förderer der Basilika Mariatrost", Franz Küberl (r.) sowie Vereins-Referent, Unternehmensberater Franz Pojer (l.).
Bürgermeisterin Elke Kahr (4. v. l.) und ihre Mitarbeiterin Christina Barwick erhielten eine "Halbzeit-Führung" durch die Basilika Mariatrost von Pfarrer Dietmar Grünwald (M.), dem Obmann des Vereins "Freunde ud Förderer der Basilika Mariatrost", Franz Küberl (r.) sowie Vereins-Referent, Unternehmensberater Franz Pojer (l.).© Stadt Graz/Fischer

Die zweitgrößte Wallfahrtskirche der Steiermark nach Mariazell erstrahlt nicht nur außen in neuem Glanz, sondern auch innen ist man schon sehr weit mit der Renovierung. Dabei wurde auch die Orgel gesäubert, die eine Besonderheit birgt: "Als einzige in unserem Bundesland besitzt sie ein sogenanntes Fernwerk. Das ist eine eigene kleine Orgel, die sich unter der Kuppel befindet und mit der großen mitgespielt wird", erklärt Franz Küberl stolz.

Bürgermeisterin Kahr zeigte sich tief beeindruckt: "Ich war einst mit meiner Oma hier. Sie hat in der Basilika geheiratet. Aber das ist schon lange her." Zweifelsohne zähle die Wallfahrtskirche zu den bedeutendsten sakralen Bauwerken nicht nur in Graz, sondern in Österreich. Aus diesem Grund sei man seitens der Stadt Graz ebenfalls um deren Erhalt für nachkommende Generationen bemüht, lautete der Tenor der Bürgermeisterin. Ebenso wichtig sei ihr, die Unterstützung bei der optimalen Verkehrsanbindung, sodass jede und jeder Grazer, den Berg mühelos erklimmen kann.

Gemeinsame Entwicklung eines Juwels samt Berg

"Neben den Renovierungsarbeiten, die auch den Platz vor der Basilika sowie die Gebäude in denen sich einst Souvenierläden befanden, gilt die Errichtung eines multifunkitonalen Begegnungszentrums im Nordtrakt als ein Herzstück des Gesamtprojekts", erklärt Franz Pojer, Leiter des Projektentwicklungsteams. Dieses soll als Konferenz- und Tagungszentrum gleichermaßen genutzt werden, wie für Veranstaltungen von exterenen wie kircheninternen OrganisatorInnen. Pfarrer Grünwald betont: "Wir wollen hier kein Halligalli, aber wir möchten den Berg beleben und für alle attraktiv gestalten."

Grünwald, der seit 2017 in der Pfarre für "seine Schäfchen" und seit Projektbeginn eben auch für dieses zuständig ist, sieht die große Herausforderung darin: "Es wollen so viele Menschen mithelfen. Die alle zu koordiniern und zusammenzuhalten, das kann schon intensiv sein. Schön natürlich auch."

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