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ÖBB bauen Grazer Lehrwerkstätte aus

Rund 640 m2 werden für Labore, Schulungsräume und einen 3D-Druckraum erweitert

03.03.2026

Um den anhaltend hohen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften bestmöglich bewerkstelligen zu können, setzen die ÖBB traditionell auf die eigene Lehrlingsausbildung. Die Zahl der in Ausbildung befindlichen Jugendlichen ist weiter im Steigen. Dies gilt auch für die ÖBB eigene Lehrwerkstätte in Graz. Um den vielen neuen Lehrlingen eine solide Ausbildungsbasis zu bieten, wird das Gebäude nun erweitert. Bundesminister Peter Hanke, Bürgermeisterin Elke Kahr, ÖBB Infrastruktur-Vorständin Silvia Angelo und ÖBB Konzernbetriebsratsvorsitzender Roman Hebenstreit machten sich nun selbst ein Bild von den Umbauarbeiten und den zusätzlichen Möglichkeiten, die den Lehrlingen künftig zur Verfügung stehen werden.

Ein starkes Zeichen für die Fachkräfte der Zukunft: der Ausbau der ÖBB-Lehrwerkstätte in Graz.Bundesminister für Mobilität Peter Hanke und Bürgermeisterin Elke Kahr machten sich ein Bild der Lehrwerkstätte.Lehrlinge bei der Arbeit.Bürgermeisterin Elke Kahr schaute den zwei Lehrlingen über die Schulter.

Rund 1,7 Millionen Euro für noch mehr Ausbildungsqualität

Im März 2026 starten die Umbauarbeiten in der Lehrwerkstätte. Diese werden zeitgerecht für den Start ins neue Lehrjahr im September 2026 abgeschlossen sein. Auf einer zusätzlichen Fläche von rund 640 m2 entstehen moderne Labor- und Schulungsräume, EDV-Schulungsräume samt 3D-Druck-Raum, ein Elektro-Labor sowie zwei Sozialräume, Sanitäranlagen mit angeschlossenen Garderoben, ein barrierefreies WC und ein Erste-Hilfe-Raum. Für die Erweiterung werden rund 1,7 Millionen Euro investiert. Pro Jahr können dann so rund 20 zusätzliche Lehrlinge aufgenommen werden und auch die Anzahl der Ausbilder:innen wird sich dementsprechend erhöhen.

Aktuell werden am Standort in Graz 91 Lehrlinge - davon 23 Mädchen - in vier Berufen ausgebildet. Die Ausbildung ist praxisorientiert aufgebaut und richtet sich an den Anforderungen des Bahnalltags aus.

Ausbau mit Mitteln aus Lehrlingspaket

In den Jahren 2025, 2026 und 2027 können die ÖBB dank eines kürzlich präsentierten Lehrlingspakets von rund 5 Millionen Euro jedes Jahr 100 Lehrlinge mehr aufnehmen als ursprünglich geplant. Insgesamt stehen den ÖBB somit in wenigen Jahren rund 300 zusätzliche, dringend benötigte Fachkräfte zur Verfügung, die die Bahn von morgen mitprägen werden. Durch den Ausbau und die Modernisierung von Lehrwerkstätten - u.a. in Graz - wird für beste Ausbildungsbedingungen gesorgt. Die Mittel kommen direkt den Lehrlingen sowie den Ausbilder:innen und der Infrastruktur zugute.

Mobilitätsminister Peter Hanke: „Mit dem Lehrlingspaket investieren wir rund 5 Millionen Euro in die Zukunft unserer Bahn. Bis 2027 ermöglichen wir 300 zusätzliche Lehrstellen, allein hier in Graz wird die Lehrwerkstätte deutlich erweitert. Insgesamt nehmen die OBB rund 750 neue Lehrlinge pro Jahr auf. Das ist ein starkes Signal für die Mobilitätswende und eine klare Kampfansage an den Fachkräftemangel. Wer heute in eine Lehre bei den ÖBB startet, gestaltet morgen aktiv die klimafreundliche Mobilität in Österreich mit."

„Die Lehrlingsausbildung hat für die ÖBB einen besonders hohen Stellenwert und ist ein zentraler Bestandteil der Entwicklung des Unternehmens" , betont Vorständin Angelo und führt weiter aus: „Die ÖBB sind nicht nur eine starke Triebkraft für Österreichs Wirtschaft, sondern setzen als größter technischer Lehrlingsausbilder des Landes auch unter durchaus fordernden Rahmenbedingungen wertvolle Impulse am Arbeitsmarkt."

ÖBB Konzernbetriebsratsvorsitzender Roman Hebenstreit: „Der wichtigste ,Rohstoff' in unserem Land sind die Menschen. Wir müssen endlich aufhören, den Fachkräftemangel zu beklagen. Wer Fachkräfte braucht, muss sie ausbilden. Dafür braucht es Unternehmen in unserem Land, die wie die ÖBB Verantwortung für die nächste Generation übernehmen und konsequent in die Ausbildung und in die dafür notwendige Infrastruktur investieren."

Bürgermeisterin Elke Kahr: "Die ÖBB sind ein bedeutender Arbeitgeber - das zeigen auch die Bundesmittel, die in die Lehrwerkstätte in Graz investiert wurden. Ein stärkeres Signal gibt es kaum. Junge Menschen im eigenen Unternehmen für qualifizierte Berufe auszubilden, schafft nachhaltige Perspektiven und eine langfristige Bindung. Auf diesen Standort in Graz kann man wirklich stolz sein."

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