Das VinziNest der Caritas Graz wurde nach umfassender Sanierung wiedereröffnet. Die Einrichtung in der Maria-Stromberger-Gasse bietet 20 Frauen und 64 Männern Notschlafplätze und soziale Betreuung. Die Generalsanierung dauerte eineinhalb Jahre und wurde durch die Stadt Graz, das Land Steiermark, die Diözese Graz-Seckau sowie zahlreiche Unternehmen finanziert.
Das VinziNest versteht sich als Ort der Menschlichkeit und bietet neben Schlafgelegenheiten auch warme Mahlzeiten und ein offenes Ohr für Menschen in sozialen Schwierigkeiten. Die Leitung betont, dass die Einrichtung keine vorübergehende Unterkunft, sondern ein Ausgangspunkt für die Bewältigung von Existenzproblemen sein soll. Bürgermeisterin Elke Kahr lobte die bedingungslose Unterstützung der Vinzenzgemeinschaft und die Bedeutung des VinziNests für die Stadt Graz.

Das VinziNest der Caritas in der Maria-Stromberger-Gasse (ehemals Kernstockgasse) 14 übersieht man leicht, wenn man daran vorbeigeht, öffnet sich das historische Gebäude doch nach hinten hin und besitzt einen kleinen Innenhof. Am heutigen Tag waren die Spuren der eineinhalbjährigen, umfassenden Sanierung noch deutlich erkennbar. Doch auch das schöne Resultat: Die Notschlafstelle mit Plätzen für 20 Frauen und 64 Männer erstrahlt in neuem und zeitgemäßem Glanz. Daran haben sich nicht nur die Stadt Graz, das Land Steiermark und die Diözese Graz-Seckau finanziell beteiligt, sondern auch zahlreiche Unternehmen.
Bei der heutigen Einweihungsfeier wurde ihnen seitens der Vinzenzgemeinschaft und der Hausleitung gedankt. Begonnen haben die Planungen bereits 2022, und da war Vinzi-Pfarrer Wolfgang Pucher noch federführend dabei. Das VinziNest als Ort der Menschlichkeit ist eine Einrichtung, die Schlafmöglichkeiten für „soziale Randgruppen" bietet, aber auch eine warme Mahlzeit und ein offenes Ohr. Aufgabe von Hausleiter Ingo Sommer und seinem Team (Angestellte und Ehrenamtliche) ist die soziale Betreuung dieser Zielgruppe.
Die Obfrau der VinziWerke, Martina Schröck, eröffnete mit den Worten: „Sie alle sind heute Ehrengäste, ohne Sie wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen. Denn wie es so oft bei Sanierungen alter Bausubstanz der Fall ist, traten auch hier einige Überraschungen zutage."
Ingo Sommer berichtete von der Bauzeit, in der das VinziNest an einem Standort in der Puntigamer Straße weitergeführt wurde: „Die Menschen haben uns auch dort gefunden, was zeigt, wie wichtig die Einrichtung ist." Und der seit heurigen April im Amt befindliche Leiter betonte: „Das VinziNest ist kein Billighotel. Von hier aus starten Existenzen, hier werden Grundbedürfnisse gedeckt."
Bürgermeisterin Elke Kahr strahlte: „Das ist heute in jeder Hinsicht ein ganz besonderer Tag. Ich kenne die Vinzenzgemeinschaft schon seit dem Beginn meiner politischen Tätigkeit. Und was an ihr so besonders ist: Die Unterstützung wird ohne Wenn und Aber erteilt. Egal, woher die Menschen kommen und warum sie in diese Situation geraten sind, die Türen zum VinziNest stehen offen. Das brauchen wir ganz dringend. Das ist so wichtig. Danke an alle, die mitgeholfen haben."
