"Wir sind Oper Graz" – unter diesem Motto hieß es gestern: Vorhang auf für ein kraftvolles, künstlerisches Lebenszeichen und ein großes Dankeschön an die Mitarbeiter:innen der Bühnen Graz.
Bernhard Rinner, Geschäftsführer der Bühnen Graz, hatte gestern, 9. Februar 2026, die Beschäftigten der Bühnen zum großen Neujahrsempfang in die Grazer Oper geladen. Rund 450 Personen waren gekommen und sorgten für gute Stimmung. Unter den Gästen waren unter anderem Bürgermeisterin Elke Kahr, Landesrätin Claudia Holzer, die LH Mario Kunasek vertrat, sowie die Kulturverantwortlichen aus Stadt und Land, Claudia Unger und Karlheinz Kornhäusl.
Wie viel künstlerisches Talent, Energie und Kreativität die Grazer Kulturstätten regelmäßig auf die Bühnen bringen, wurde auch an diesem Nachmittag bewiesen: So brillierten unter anderem die 77 kleinen Zwerge in einer Tanzperformance und Opernsänger Jianwei Liu stellte seine warme Tenorstimme mit Paolo Tostis "Ideale" unter Beweis.
Fast 600.000 Besucher:innen
Die Bediensteten der Grazer Oper, jene des Schauspielhauses, des Next Liberty, der Grazer Spielstätten wie dem Orpheum, den Kasematten und dem Dom im Berg sorgen jahrein, jahraus für ein vielfältiges Kulturprogramm: Alleine in der Saison 2024/2025 wurden 1.255 Vorstellungen realisiert, darunter 285 Schauspiele, 64 Opern, 35 Operetten, 30 Ballettvorführungen, 420 Konzerte, 53 Kabaretts, 96 Musicals und 272 Stücke für Kinder. Damit erreichten die Bühnen Graz in der vergangenen Saison 480.490 Besucher:innen. Weitere 105.000 Personen besuchten das Grazer Klanglicht.
Optimismus trotz schwieriger Bedingungen
Diese Leistungen werden unter schwierigen Bedingungen erbracht, "denn die aktuellen Entwicklungen bewirken leider, dass die Kassen nicht mehr voll sind, im Gegenteil, auch bei uns werden die Budgets geringer, sowohl seitens der blau-schwarzen Landes-, als auch der rot-grünen Stadtregierung", betonte Bernhard Rinner in seiner Rede. Die Bühnen Graz werden daher bei einzelnen Produktionen einsparen müssen, kündigte er an; auch für das Klanglicht werden nur noch Bezahlvarianten geplant, darüber hinaus müssen Investitionen gestrichen und Rücklagen aufgelöst werden. Nichtsdestotrotz, so Rinner, bleibe er angesichts der tollen Mitarbeiter:innen der Bühnen Graz optimistisch und zuversichtlich, diese Herausforderungen gemeinsam zu schaffen.
Zusammenhalten in schwierigen Zeiten
Ein großes Danke für die erbrachten Leistungen und ein klares Bekenntnis zu den Bühnen Graz kam auch von den Politiker:innen, die auf diese Fragen in ihren Stellungnahmen konkret eingingen: "Ich bin heute bewusst hier, weil ich weiß, dass die Lage nicht einfach ist, und ich bewundere sehr, was hier geleistet wird", betonte Bürgermeisterin Elke Kahr. Sie könne kein Versprechen auf höhere Budgets für das kommende Jahr abgeben, sehr wohl aber ein Versprechen, bei allen Maßnahmen immer auf die Balance zwischen Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen zu achten. Als kleines Zeichen der Wertschätzung übergab sie Bernhard Rinner einen Gutschein für seine Teams.
Wichtiger Bestandteil für Graz
Ein klares Bekenntnis zu den Bühnen Graz gab auch Kulturstadträtin Claudia Unger in ihrer Rede ab: "Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Stadt und bauen mit den Veranstaltungen auch eine emotionale Bindung zu den Häusern auf. Dafür möchte ich Ihnen herzlich danken."
Landesrätin Claudia Holzer, selbst häufige Besucherin der Grazer Oper, wies unter anderem auf die gemeinsame Abo-Möglichkeit mit dem Stadttheater Klagenfurt hin. Ihr Kollege, Landesrat Karlheinz Kornhäusl appellierte an alle Anwesenden, "weiterhin gemeinsam mit uns an Leuchtturmprojekten zu arbeiten und gerade in schwierigen Zeiten zusammenzuhalten".
Besondere Auszeichnungen für verdiente, langjährige Mitarbeiter:innen der Bühnen Graz sowie Tanzperformances in den Gängen rundeten den gelungenen Nachmittag in der Grazer Oper ab.
















